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Elefanten unter Polizeischutz

08. Juni 2012
Afrikanische Elefanten © Michael Poliza / WWF
Afrikanische Elefanten © Michael Poliza / WWF

 

Zehn zentralafrikanische Länder wollen ihre Elefanten besser schützen. Sie haben sich in einer gemeinsamen Erklärung darauf verständigt, Wilderer künftig intensiver grenzüberschreitend zu verfolgen. Zudem wollen sie den Handel mit Elfenbein und anderen illegalen Produkten wie Buschfleisch intensiver strafrechtlich verfolgen. Die zuständigen Minister der Central African Forest Commission (COMIFAC) Mitgliedsländer verpflichten sich, in bislang beispielloser Intensität mit Strafverfolgungsbehörden zu kooperieren, so zum Beispiel mit der Polizei, der Justiz und dem Zoll. Der Aktionsplan sieht außerdem vor, Zollkontrollen an internationalen Transportknotenpunkten zu verstärken.

 

„Der regionale Aktionsplan kommt zur richtigen Zeit, und zwar als gemeinsame Antwort auf den derzeitig starken Anstieg der großangelegten Wilderei, die wir in Zentralafrika beobachten,“ sagte Marc Languy, der Leiter der ‚Green Heart of Africa’ Initiative, einem Programm des WWF mit verschiedenen Partnern zum Schutz und nachhaltigem Management des Kongobeckens in Zentralafrika. „Während Elefanten in anderen Ländern Afrikas, wie beispielsweise Botswana in einer hohen Dichte vorkommen, sinken die Zahlen in der zentralafrikanischen Region drastisch. Elefanten leben dort stark bedroht. Die illegale Wilderei in Zentralafrika hat in den vergangenen Jahren dramatisch zugenommen.“ gibt Ilka Herbinger, Afrika-Referentin beim WWF Deutschland zu verstehen. „Der illegale Wildtierhandel ist mit gut ausgebauten Netzwerken organisiert, der Wert des verbotenen Geschäfts liegt laut der Afrikanischen Entwicklungsbank zwischen acht und zehn Milliarden US-Dollar jährlich.“

 

Der WWF begrüßt den gemeinsamen Aktionsplan der zentralafrikanischen Länder: „Dies ist ein willkommenes Zeichen und wird helfen, in Zukunft schneller und effizienter gegen illegale Wilderei vorzugehen. Wichtig ist, dass die Länder zeitnah mit der Umsetzung des Plans beginnen, um so dramatische und umfangreiche Schlachtungen von Elefanten wie jüngst in Kamerun in Zukunft zu verhindern,“ sagte Ilka Herbinger vom WWF Deutschland.

 

WWF hat zusammen mit TRAFFIC und dem US Fish and Wildlife Service technische und finanzielle Hilfe für die Entwicklung des Plans bereitgestellt und bietet weitere Unterstützung für dessen Implementierung an.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

KONTAKT

Jörn Ehlers

Pressestelle

WWF Deutschland

Tel: 030 311777-422

joern.ehlers(at)wwf.de

 

Ilka Herbinger

WWF-Koordinatorin von Artenschutz-Aktivitäten in Zentralafrika

Tel: 030 311777-268

ilka.herbinger(at)wwf.de

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