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„Lonesome George“ bleibt ausgestorben

22. November 2012

WWF-Stellungnahme zur Entdeckung von genetisch nahen Verwandten

Lonesome George © Martin Harvey
Lonesome George © Martin Harvey

Die Umweltschutzorganisation WWF dämpfte anlässlich der Meldung, Forscher hätten auf den Galapagos-Inseln 17 mit „Lonesome George“ verwandte Riesenschildkröten entdeckt, die Hoffnungen, die Unterart Chelonoidis nigra ssp. abingdoni sei doch nicht ausgestorben. Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland schränkt ein:

 

„Nach derzeitigem Kenntnisstand war Lonesome George leider weiterhin der letzte Vertreter dieser Unterart. Forscher haben zwar offenbar Gene von Chelonoidis nigra ssp. abingdoni in anderen Schildkröten entdeckt, doch nach derzeitigem Stand der Wissenschaft ist es nicht möglich hieraus eine neue Generation zu züchten oder gar zu klonen.

 

Die einzige Garantie, Tier- und Pflanzenarten vor dem Aussterben zu bewahren, besteht nach wie vor darin, ihr Überleben in freier Wildbahn zu sichern. Wir müssen Lebensräume schützen, die Wilderei bekämpfen und nicht nachhaltige Nutzung von Arten verhindern.

 

Zu sagen, Chelonoidis nigra ssp. abingdoni existiere in den Genen von Schildkröten-Hybriden weiter wäre, wie wenn wir behaupten der Auerochse sei nicht ausgestorben, weil sich in unserem Hausrindern noch Genmaterial von ihm findet.“ 

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