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Eisbär schmilzt Lebensraum weg

04. Dezember 2013

Eisbär-Konferenz in Russland: WWF fordert grenzüberschreitenden Aktionsplan

Eisbärfamilie © David Jenkins / WWF Canon
Eisbärfamilie © David Jenkins / WWF Canon

Am Mittwoch startet in der russischen Hauptstadt Moskau eine internationale Konferenz zum Schutz des Eisbären. Die Naturschutzorganisation WWF forderte anlässlich des Konferenzauftaktes die Arktis-Anrainerstaaten auf, einen grenzüberschreitenden Aktionsplan zum Schutz des Eisbären und seines Lebensraums zu beschließen. „Der Eisbär braucht unsere Hilfe. Und er braucht sie jetzt, denn den Tieren schmilzt buchstäblich der Boden unter den Füßen weg“, warnt Wildbiologe Dr. Janosch Arnold vom WWF Deutschland. Der Klimawandel verändere den Lebensraum des Eisbären gravierend. Diese Veränderungen fänden bereits heute statt und seien nicht mehr rückgängig zu machen. Umso wichtiger sei es, menschliche Einflüsse in der Öko-Region am Nordpol zu begrenzen.

„Damit die Tiere nicht noch mehr unter Druck geraten, sind strenge Richtlinien zur Ausbeutung von Rohstoff notwendig. Wir brauchen ein Notfallsystem gegen Ölkatastrophen und Verschmutzung, dass den extremen Bedingungen in der Arktis gerecht wird. So lange es das nicht gibt, darf die Förderung nicht ausgebaut werden. Selbst moderne Anlagen, Pipelines und Tanker garantieren keine hundertprozentige Sicherheit “, sagt Arnold.

 

Gerade jene Lebensräume, die nur im geringen Maße durch den Klimawandel beeinflusst würden, müssten als letzte Rückzugsgebiete für den Eisbär erhalten bleiben und dürften nicht angetastet werden. Sensible Öko-Regionen sollten unter Schutz gestellt werden. Weiterhin gelte es, die Wilderei grenzüberschreitend zu bekämpfen und Mensch-Tier-Konflikte zu vermeiden, da diese häufig für die betroffenen Bären tödlich endeten.

 

„Alle wildlebenden Eisbären unsere Planeten finden sich auf den Staatsgebieten von gerade einmal fünf Ländern, nämlich Norwegen, Kanada, Dänemark, Russland und den USA. Daher haben diese Nationen eine besondere Verantwortung, um das Überleben der Art zu sichern“, bekräftigt Wildbiologe Arnold. Noch bis Freitag beraten die Eisbär-Verbreitungsstaaten, Geberländer und Umweltschutzorganisation in Moskau über das Schicksal der weißen Bären. 

KONTAKT

Roland Gramling

Pressestelle WWF

Tel.: 030-311 777 425

roland.gramling(at)wwf.de

 

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