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Welchen Fisch zum Fest?

20. Dezember 2013

WWF: Silvesterkarpfen und Katerrollmops ökologisch unbedenklich

Auch Fisch und Meeresfrüchte gehören längst zum festlichen Menü an Weihnachten. © iStock / Getty Images

Hamburg, 20.11.2013: Neben der klassischen Weihnachtsgans gehören  auch Lachs und Meeresfrüchte längst zum festlichen Menü an Weihnachten und zum Jahreswechsel. Wer auch der Meeresumwelt ein Geschenk machen möchte, greift beim Weihnachtseinkauf zu Lachs aus Biozucht oder MSC-zertifiziertem Wildlachs. Damit ist sichergestellt, dass der Lachs umweltverträglich gezüchtet wurde bzw. nicht aus überfischten wilden Beständen stammt.

 

Bei vielen „Edelfischen“ rät der WWF dagegen vom Verzehr ab: Die Bestände von Schwertfisch und Rotem Snapper stehen unter hohem Fischereidruck, außerdem enden beim Fang oft auch Meeresschildkröten und Delfine als Beifang an Langleinen und Treibnetzen. Ähnliche Probleme prägen die Fischerei auf Gelbflossenthunfisch, hier bieten jedoch Herkunft und Fangmethode eine gute Orientierung: Angelrute und Handleine sind traditionelle umweltverträgliche Fangarten, mit denen Fische einzeln gefangen werden und andere Meerestiere, wie Meeresschildkröten und Haie, verschont bleiben.

 

Ein Jahreswechsel-Klassiker wird vom WWF besonders empfohlen: „Silvesterkarpfen ist eine ökologisch unbedenkliche Tradition“, versichert Catherine Zucco, Fischereiexpertin beim WWF. “Von der Nachhaltigkeitsbilanz her ist Karpfen kaum zu schlagen.“  Meist stammen die Tiere aus hiesigen Teichzuchten, die weder zusätzlich beheizt werden noch die Wildbestände ausdünnen. Karpfen ist ein so guter Futterverwerter auch von pflanzlicher Nahrung, dass kaum zusätzlich gefüttert werden muss. 

 

Und auch für den Start ins Neue Jahr gibt es einen Umwelt-Tipp: „Wer am Neujahrsmorgen einen etwaigen Kater mit Rollmops besänftigen will, kann den sauren, gerollten Hering mit gutem Gewissen genießen“, so Fischereiexpertin Zucco weiter. Die Heringsbestände in der Nordsee und Ostsee haben sich nach Jahren der Überfischung wieder so stark erholt, dass der WWF-Fischratgeber Hering zum Verzehr empfiehlt. Der praktische WWF-Ratgeber (www.wwf.de/fischratgeber) spricht mittels einfachem Ampelsystem Verzehrempfehlungen für populäre Fischarten aus. Er ist auch als kostenfreie App fürs Smartphone erhältlich und zeigt im Supermarkt oder an der Fischtheke auf, welcher Fisch eine gute Wahl ist.

KONTAKT:

Britta König

Pressestelle

Tel: 040 530 200 318

britta.koenig(at)wwf.de