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Elfenbein-Alarm am Flughafen Frankfurt

20. Februar 2013

WWF Jugend-Aktion ruft zum Schutz der bedrohten Elefanten auf und informiert zu illegalem Artenhandel

Wenn wir nicht zusehen wollen, wie die grauen Dickhäuter in Afrikas Wäldern und Savannen verschwinden, ist es höchste Zeit zu handeln. © Marcel Gluschak / WWF
Wenn wir nicht zusehen wollen, wie die grauen Dickhäuter in Afrikas Wäldern und Savannen verschwinden, ist es höchste Zeit zu handeln. © Marcel Gluschak / WWF

Berlin/Frankfurt a.M. - Zahn um Zahn – die Kette der schlechten Nachrichten aus Zentralafrika reißt nicht ab. Zehntausende von Elefanten sind im vergangenen Jahr für ihr Elfenbein regelrecht abgeschlachtet worden. Über dieses schreckliche Verbrechen will die WWF Jugend Reisende am Frankfurter Flughafen am 20. und 21. Februar informieren und sie um ihr Engagement bitten. Ziel ist es, Unterschriften für eine Petition zu gewinnen, mit der der Elfenbeinhandel in Thailand verboten wird. „Thailand ist einer der größten Schwarzmärkte der Welt für das weiße Gold, wo unwissende Touristen Schnitzereien und Schmuck kaufen, der von massakrierten afrikanischen Elefanten stammt. Wenn wir nicht zusehen wollen, wie die grauen Dickhäuter in Afrikas Wäldern und Savannen verschwinden, ist es höchste Zeit zu handeln“ sagt Ilka Herbinger, Afrika-Referentin des WWF.

 

Die Jugendlichen verteilen Souvenir-Ratgeber, in denen der WWF kurz und bündig erklärt, welche Souvenirs aus Tier- und Pflanzenprodukten aus exotischen Urlaubsländern bedenkenlos mitgebracht werden können und bei welchen der Import sogar strafbar ist. Zudem werden die Reisenden über das Wilderei-Schicksal der Elefanten Afrikas informiert. Sie sollen zu Fürsprechern für den Schutz der Tiere werden und die WWF-Petition unterschreiben.

 

Wer die Petition unterzeichnet, setzt sich dafür ein, einen der größten und unreguliertesten Elfenbein-Schwarzmärkte der Welt zu schließen. Bislang sind in Thailand nämlich Handel und Verarbeitung von einheimischem Elfenbein erlaubt, der von afrikanischem jedoch verboten. Doch diese Unterscheidung ist leicht zu umgehen: Afrikanische Elefantenzähne werden als thailändische deklariert, verarbeitet und verkauft. Damit ist das Land zum internationalen Drehkreuz des illegalen Elfenbeinhandels geworden. Die Unterschriftenliste soll an die thailändischen Regierungschefin Yingluck Shinawatra während der internationalen Artenschutzkonferenz CITES in Bangkok im März übergeben werden.

 

Grund für den starken Anstieg der Wilderei auf Elefanten ist die große Nachfrage aus Asien, wo Elfenbein als Statussymbol in Form von Schnitzerei oder Schmuck stets begehrter ist. In Geschäftskreisen ist es üblich, seine Ehrerbietung durch wertvolle Geschenke auszudrücken. Der wirtschaftliche Aufschwung des Landes sowie die engeren Handelbeziehungen zwischen China und Afrika haben das Problem verschärft.

 

Nicht nur am Flughafen, sondern auch im Internet: Wer sich für den Schutz der afrikanischen Elefanten einsetzen will, unterzeichnet bis 28. Februar die Petition.

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