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Mehr Tiger für Asien

29. Juli 2013

Nepal: Bestand um 60 Prozent angewachsen

Bengalischer Tiger © naturepl.com Francois Savigny / WWF
Bengalischer Tiger © naturepl.com Francois Savigny / WWF

Aktuellen Bestandsschätzungen zufolge ist es in Nepal gelungen den Tigerbestand seit 2009 um etwa 60 Prozent auf heute knapp 200 Tiere zu erhöhen. Das teilte die Regierung in Kathmandu anlässlich des Internationalen Tages des Tigers am 29. Juli mit. Begründet wird der Anstieg durch ein Anwachsen der Tigerzahl, aber auch verbesserte Zählmethoden.

 

Die Umweltschutzorganisation WWF lobt die intensiven Schutzbemühungen Nepals und forderte zugleich von den weiteren zwölf asiatischen Staaten, in denen heute wild lebende Tiger vorkommen, ebenfalls umfassende und wissenschaftlich fundierte Bestandszählungen. Nur auf diese Weise lasse sich seriös überprüfen, ob die Schutzbemühungen und der Kampf gegen die Wilderei erste Erfolge zeigten. Vor drei Jahren hatte sich die internationale Staatengemeinschaft in der Deklaration von St. Petersburg verpflichtet, bis 2022 die Zahl der wild lebenden Tiger zu verdoppeln und dazu umfassende Naturschutzmaßnahmen umzusetzen.

 

Zum Zeitpunkt der Tiger-Deklaration gab es einen Gesamtbestand von schätzungsweise 3.200 Tigern. In den zwölf Jahren bis 2022 soll die Zahl auf mehr als 6.000 Exemplare steigen. „Dieses ambitionierte Ziel kann nur erreicht werden mit dem Schutz der Lebensräume der Großkatzen und dem Kampf gegen die Wilderei von Tigern und ihren Beutetieren“, so der WWF anlässlich des „Global Tiger Days“ in einer Mitteilung. Man werde darauf achten, dass die Vertragsstaaten die ambitionierten Ziele auch verwirklichen, heißt es darin weiter.

 

Hintergrund Bestandszählung

Die genaue Anzahl der Tiger ist in vielen Gegenden schwer nachzuweisen, da sie oft in unzugänglichen Waldgebieten leben. Das bringt sehr hohe Kosten mit sich, die bisher in vielen Ländern in andere Naturschutzmaßnahmen investiert wurden. Mit modernen Beobachtungstechniken, neuer Ausrüstung und billigeren Kamerafallen können Tierzählungen zunehmend leichter gelingen. Der WWF arbeitet seit vielen Jahren für die Rettung der wild lebenden Tiger. Seit den 1980er Jahren sind die Bestände aber bedrohlich bis 2010 auf nahezu ein Drittel geschrumpft. Daher kämpft der WWF in einer weltweiten Kampagne für die Finanzierung und Durchführung von zahlreichen Tigerprojekten in allen 13 Tigerstaaten. 

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

KONTAKT

Roland Gramling

Pressestelle WWF

Tel.: 030-311 777 425

roland.gramling(at)wwf.de

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