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Votum für Nationalpark Schwarzwald

12. Mai 2013

Repräsentative Umfrage: Menschen in betroffenen Kreisen sehen geplantem Nationalpark mehrheitlich positiv entgegen

Auerhahn. © Wild Wonders of Europe / Erlend Haarberg / WWF
Auerhahn. © Wild Wonders of Europe / Erlend Haarberg / WWF

Berlin/Baiersbronn - Der im Schwarzwald geplante Nationalpark stößt bei der betroffenen Bevölkerung mehrheitlich auf Zustimmung. Dies ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage vom 06.-07.05.2013, die der Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald e.V. und WWF Deutschland in Auftrag gegeben haben. Das Meinungsforschungsinstitut Emnid befragte in den Kreisen Freudenstadt, Calw, Rastatt und Ortenau sowie im Stadtkreis Baden-Baden insgesamt 1.000 Personen nach ihrer Meinung. Danach sprachen sich 52 Prozent der Befragten für einen Nationalpark aus, nur 28 Prozent äußerten sich ablehnend.

 

Die Menschen wurden außerdem nach ihrer Einschätzungen zu den Auswirkungen eines Nationalparks befragt. Jeweils über 70 Prozent gaben an, dass der Nationalpark gut zu Baden-Württemberg passe und sich positiv auf Tiere und Pflanzen auswirken werde. Über 60 Prozent sind außerdem überzeugt, dass er die Tourismuswirtschaft stärken und der heimischen Bevölkerung einen hohen Freizeitwert bieten werde. Auf der anderen Seite befürchtet eine Minderheit von jeweils 43 Prozent eine Gefährdung des Baumbestands durch Borkenkäfer sowie Schaden für die Forstwirtschaft.

 

„Die Umfrage ist ein positives Signal. Die Bevölkerung in der Region steht dem Nationalpark aufgeschlossen gegenüber“, sagte Diana Pretzell, Leiterin Naturschutz Deutschland beim WWF. „Gleichzeitig zeigt uns das Ergebnis jedoch auch deutlich, dass viele Menschen noch überzeugt werden müssen. Das vehemente Auftreten unterschiedlicher, dem Nationalpark kritisch gegenüberstehender Interessengruppen, unter anderem auch der Forst- und Holzwirtschaft, hat bei vielen Bürgerinnen und Bürgern für Verunsicherung gesorgt.“

 

Pretzell weiter: „Es muss das Interesse aller Befürworter des wegweisenden Naturschutzprojektes sein, in den kommenden Wochen und Monaten die Argumente, die vermeintlich gegen einen Nationalpark sprechen, zurechtzurücken. Von einem Nationalpark profitieren Mensch und Natur gleichermaßen – das zeigen unsere Erfahrungen in Deutschland und weltweit.“

 

„Dieses Ergebnis ist ein großer Ansporn für uns“, so Thomas Fritz vom Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald. „Aus täglichen Gesprächen kann ich berichten, dass immer mehr Menschen die Einrichtung eines Nationalparks im Nordschwarzwald befürworten – auch solche, die das Projekt einst ablehnten. Ich bin mir sicher, dass es uns auch gelingen wird, jene Bürger vom Mehrwert eines Nationalparks zu überzeugen, die noch Zweifel an dem Projekt haben. Der Nationalpark wird ein großer Gewinn für die Region werden. Darum werden wir uns weiterhin mit vollem Engagement um die Zustimmung der Menschen bemühen.“    

KONTAKT

Immo Fischer

Pressestelle WWF

Tel.: 0151-188 548 34

immo.fischer(at)wwf.de

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