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Der Pegel steigt

27. September 2013

5. IPCC-Report: WWF fordert, menschengemachten Klimawandel zu begrenzen

In Stockholm wurden die Ergebnisse des fünften Klimaberichtes des Weltklimarates vorgestellt. © Photodisc / iStock / Getty Images
In Stockholm wurden die Ergebnisse des  fünften Klimaberichtes des Weltklimarates vorgestellt. © Photodisc / iStock / Getty Images

Heute wurden in Stockholm die Ergebnisse des  fünften Klimaberichtes des Weltklimarates (IPCC, Intergovernmental Panel on Climate Change) vorgestellt. Sicherer denn je ist der Klimawandel menschgemacht, zeigt sich die Wissenschaftsgemeinde überzeugt. Der WWF fordert  von den Regierungen sofort deutlich ambitioniertere Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen.

 

„Der IPCC-Bericht bestätigt eindrücklich, dass wir schnell handeln müssen  Er ist eine Sturmwarnung an alle Regierungen, die klimaschädlichen Emissionen drastisch zu reduzieren“, sagt Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. „Wir müssen uns schnellstmöglich von Kohle und fossilen Energieträgern verabschieden, um den Klimawandel und dessen verheerende Folgen zu begrenzen.“

 

Der Bericht der IPCC-Wissenschaftler zeigt, dass die negativen  Folgen der globalen Erderwärmung sich deutlich stärker auf die Meere auswirken als bislang bekannt. Ein deutlicher Anstieg des Meeresspiegels wird die Menschheit vor große Probleme stellen. Ursache ist einerseits das größere Volumen des erwärmten Wassers, andererseits das Abgleiten ganzer Eisberge ins Meer, ein Prozess der sich im Vergleich zu den 1990er Jahren deutlich beschleunigt hat. Zugleich hat die Versauerung der Meere um fast 30% seit 1900 zugenommen, da große Mengen der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen im Meerwasser gebunden werden. „Der Mensch verändert das chemische Gleichgewicht der Ozeane, das wirkt sich auf alles Leben im Meer aus. Neben einer Verminderung  des CO2-Ausstoßes brauchen wir Meeresschutzgebiete, weil intakte Ökosysteme widerstandsfähiger sind und sich massiven Veränderungen besser anpassen können“, fordert Brandes.

 

Ohne die drastische Reduzierung von Treibhausgasemissionen wird ein Temperaturanstieg von mehr als zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten nicht zu verhindern sein. „Der Bericht bestätigt, dass die Energiewende in Deutschland der absolut richtige Weg in eine klimafreundliche Zukunft ist. Wir fordern die neue Bundesregierung auf, die Energiewende energisch voranzutreiben und die Beschlüsse in einem Klimaschutz- und Energiewenderahmengesetz verbindlich zu verankern. Auf internationaler Ebene gilt es, zu einer Klimaschutzpolitik zurückzukehren, die ihren Namen verdient“, fordert Brandes. Dazu gehörten ein funktionierender Emissionshandel und für das neue EU-Klimapaket 2030  die Festlegung von ambitionierten und verbindlichen Zielen zur Minderung der Emissionen, Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau der erneuerbaren Energien.

KONTAKT

Sylvia Ratzlaff

Pressestelle WWF

Tel: 030 311 777 467

sylvia.ratzlaff(at)wwf.de

 

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