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WWF-Statement zur UN-Klimakonferenz in Lima

11. Dezember 2014
Regine Günther © David Biene / WWF

Regine Günther, Leiterin des Fachbereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland, zur Rede der deutschen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auf der UN Klimaschutzkonferenz in Lima:

 

„Es ist richtig, jetzt auf ein Klimaabkommen zu drängen, das für alle verbindlich ist und ein Langfristziel enthält. Nur mit dieser Langfristigkeit haben Regierungen und auch Unternehmen die Möglichkeit, entsprechende Zwischenziele zu setzen, um erfolgreich die notwendigen Schritte für ambitionierten Klimaschutz umzusetzen. Für den WWF ist dabei wichtig, dass die Ziele regelmäßig wissenschaftlich überprüft werden - um zu gewährleisten, dass  das 2 Grad Limit nicht überschritten wird.

 

Bei der Minderungen der klimaschädlichen Emissionen hat Deutschland aber gerade im europäischen Kontext seine Hausaufgaben nicht gemacht. Das EU-Treibhausgasminderungsziel ist viel zu gering und muss bis 2020 von 20 auf mindestens 30 Prozent erhöht werden. Damit kann ein Beitrag geleistet werden, bis 2020 die große Emissionsminderungslücke zu schließen. Beim Emissionshandel müssen die exorbitanten überschüssigen Zertifikate in Höhe von mindestens 2,3 Mrd. Tonnen dauerhaft ausgelistet werden. Deutschland ist aufgerufen, entsprechende Initiativen in der EU zu starten.

 

Positiv sieht der WWF den deutschen Beitrag in der Klimafinanzierung. Mit den Zusagen zum Grünen Klimafonds und den aktuellen Geldern für den Anpassungsfonds hat sich Deutschland als Vorreiter in der internationalen Klimafinanzierung gezeigt. Die Ankündigung kommt zur rechten Zeit, denn die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels sind auch finanziell eine gigantische Herausforderung wie Bilder des Philippinen Taifuns am vergangenen Wochenende erneut gezeigt haben. Selbst bei einer drastischen Verringerung des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasemissionen werden trotzdem immense Investitionen in den betroffenen Entwicklungsländern zur Anpassung an den Klimawandel erforderlich sein und die Kosten werden wahrscheinlich sogar um ein Vielfaches höher ausfallen als bisher geschätzt.“

KONTAKT

Sylvia Ratzlaff

Pressestelle WWF

Tel: 030 311 777 467

sylvia.ratzlaff(at)wwf.de

 

 

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