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Heiße Phase startet

06. Dezember 2015

Zur Halbzeit ist Hängepartie auf der UN-Klimakonferenz überwunden

Luftnummer oder starkes Abkommen: Die Pariser Verhandlungen sind entscheidend, um einen gefährlichen Klimawandel abzuwenden © iStock / Getty Images
Luftnummer oder starkes Abkommen: Die Pariser Verhandlungen sind entscheidend, um einen gefährlichen Klimawandel abzuwenden © Getty Images / iStock

Paris - Mit dem Eintreffen der zuständigen Minister steigt in Paris auf der Klimakonferenz  die Spannung. Zur Halbzeit zieht Regine Günther, Generaldirektorin Politik und Klimaschutz beim WWF Deutschland eine Zwischenbilanz: „Es ist tatsächlich gelungen, einen konsolidierten Text an die Minister zu übergeben. Die gute ist zugleich die schlechte Nachricht – wir halten einen Entwurf in den Händen, der alles möglich machen kann: ein starkes Abkommen oder eine Luftnummer.“ Montag beginnt mit dem so genannten Ministersegment die heiße Phase der Verhandlungen.

 

Nach einem starken Auftakt begleitet von Ankündigungen einer Solarallianz von 121 Staaten durch Indien und einer Afrikanischen Initiative für erneuerbaren Energien nahm das Verhandlungstempo zur Mitte der Woche deutlich ab. Der französische Außenminister und COP-Präsident setzte Sondervermittler ein. Das zeigte Wirkung und lieferte am Samstag den Textvorschlag, mit dem die Minister das Klimaschutzabkommen nun fertigstellen sollen.

 

„Beim aktuellen Stand der Klimaverhandlungen besteht die größte Herausforderung darin, Kompromisse auf hohem Niveau zu machen. Bei 195 Verhandlungspartnern und einer komplexen Materie, die seit zwanzig Jahren verhandelt wird, ist das eine Mammutaufgabe. Die Fallhöhe ist groß“, so Günther. Derzeit gehen die Verhandlungen in einem intensiven Konsultationsprozess hinter den Kulissen weiter.

 

Kritische Themen, die in der zweiten Verhandlungswoche entschieden werden müssten, seien weiterhin das Langfristziel, das Klimafinanzpaket, die notwendige Überprüfung und Verschärfung der Klimaschutzbeiträge und -ziele aller Staaten im Fünf-Jahres-Rhythmus sowie Transparenz und Vergleichbarkeit der Klimaschutzziele. Der WWF appelliert an die Minister, ihre Entscheidungen daran zu orientieren was wissenschaftlich notwendig ist, um einen gefährlichen Klimawandel abzuwenden.

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