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Kulturlandschaft braucht keine Gentechnik

16. März 2015

BUND und WWF begrüßen die Programme „Grünland schützen und Weidetierhaltung fördern“ und „Weidemilch ohne Gentechnik“ der niedersächsischen Landesregierung

Weidemilch ohne Gentechnik © iStock / Getty Images
Weidemilch ohne Gentechnik © iStock / Getty Images

Das vom niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer und Umweltminister Stefan Wenzel angekündigte Weidemilchprogramm ist nach Ansicht der Umweltverbände BUND und WWF ein weiterer wichtiger Schritt für den Erhalt einer nachhaltigen Landwirtschaft und die Bewahrung der immer noch hochgradig gefährdeten Biodiversität unserer Heimat.


Das Programm „Grünland schützen und Weidetierhaltung fördern“ und die Initiative „Weidemilch ohne Gentechnik“ sind ein wichtiger Beitrag des Landes Niedersachsen, den Dauergrünland bewirtschaftenden landwirtschaftlichen Betrieben, die auf Nachhaltigkeit setzen, vor dem Hintergrund der Öffnung des Weltmarktes eine gesicherte Zukunft durch Qualitätsprodukte zu geben. Weidemilch ohne Gentechnik ist eine Markenidee, die von vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern gesucht und deshalb auch nachgefragt sein wird.


Statt auf Futtermittelimporte aus der Dritten Welt setzen Weidemilchbetriebe auf flächenangepasste Tierhaltung. Die Folgen einer nicht an den eigenen Flächen orientierten Tierhaltung zeigen sich in verschiedenen Landkreisen des Weser-Ems-Raumes mit Folgen wie nitratbelastetem Grundwasser,
nährstoffüberfrachteten Bächen und Flüssen und Gülleexporten. Umso unverständlicher ist die Ablehnung dieser Initiative des Landes durch den Präsidenten des Landvolks, Werner Hilse.


„Landwirtschaft hat eine Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft. Dazu zählen gesunde Lebensmittel inklusive unseres Grundwassers ebenso wie eine gesunde Umwelt und der Erhalt von Natur und Landschaft als Lebensgrundlage des Menschen“, sagt Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler, Geschäftsführer des BUND Niedersachsen. Die Emsregion hat eine große nationale Bedeutung als Rastplatz für nordische Gastvögel. Um diese Arten zu schützen, muss die Landwirtschaft Bewirtschaftungsauflagen erfüllen. Das Land trägt dieser
besonderen Bedeutung der Emsregion und den damit verbundenen Auflagen Rechnung mit den Initiativen „Grünland schützen und Weidetierhaltung fördern“ und „Weidemilch ohne Gentechnik“.

Landwirtschaft und Naturschutz sind keine Gegensätze, unterstreichen WWF und BUND. „Unsere Kulturlandschaft braucht nachhaltig wirtschaftende Landwirtschaft. Genau das will das Programm Weidemilch ohne Gentechnik befördern. Wir begrüßen deshalb die Landesinitiative „Weidemilch ohne Gentechnik“ zur Unterstützung einer flächenangepassten Landwirtschaft“, sagt Beatrice Claus vom WWF.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

KONTAKT

Roland Gramling

Pressestelle WWF

Tel. 030-311 77 425

roland.gramling(at)wwf.de

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