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EDEKA setzt mit WWF auf Natur

05. Dezember 2016

Verzicht auf Chemie im Orangenanbau

Prüfung des Drucks der Tropfenbewässerung © EDEKA / Schmid
Jesús Martínez prüft den Druck der Tropfenbewässerung und kann so frühzeitig erkennen, ob das Schlauchsystem irgendwo verstopft oder leck sein könnte © EDEKA / Schmid

Berlin, 5. Dezember 2016. EDEKA und WWF ernten weitere Früchte ihrer Partnerschaft für Nachhaltigkeit: Erstmals bietet der Lebensmitteleinzelhändler Orangen aus einem Projekt an, das den konventionellen Anbau von Orangen in ökologisch zentralen Punkten signifikant verbessert. Die Chemiebelastung durch Pflanzenschutzmittel pro Hektar wurde im Vergleich zum Vorjahr um zwei Drittel reduziert. Auf besonders kritische Pflanzenschutzmittel wird komplett verzichtet. Die Früchte stammen von der Finca Iberesparragal in Andalusien. Hier wurde das wegweisende Projekt im vergangenen Jahr von den Partnern EDEKA und WWF gestartet. Im Fokus stehen natürliche Schädlingsbekämpfung statt Chemie, mehr Artenvielfalt und ein schonender Umgang mit den Wasserressourcen vor Ort.


Sanfte Methoden - Marienkäfer gegen Schädlinge

EDEKA setzt auf natürliche Schädlingsbekämpfung. Der Einsatz von Insektiziden ist bereits um rund 90 Prozent reduziert worden. "Dadurch kann es zu kleinen Spuren auf den Schalen kommen. Das sind aber rein optische Beeinträchtigungen, die Qualität bleibt einwandfrei", erläutert Silja Marschke, Projektverantwortliche beim WWF. Statt Chemie kommen Nützlinge zum Einsatz, so etwa der Marienkäfer, der Blattläuse auf natürliche Weise bekämpft. Mittlerweile ist die Zahl der Marienkäferarten, die auf der Finca Iberesparragal heimisch sind, von sieben auf zwölf gestiegen. Um die biologische Vielfalt zu fördern, werden Hecken, Grünstreifen und Wildkräuter gepflanzt sowie Nistplätze angelegt, so dass viele weitere Tier- und Pflanzenarten hier ihren Lebensraum gefunden haben.

 

Wasser für die Region

Das Wasser für die Bewässerung der Zitrus- und Steinobstbäume stammt aus einem eigenen Stausee, der nur durch Regenwasser aus der Umgebung gespeist wird. Im Zuge des Projekts wird der Süßwasserverbrauch der Finca weiter reduziert, z.B. durch den Einsatz von Bodensonden. Zielsetzung ist es, das eingesparte Wasser komplett in den Wasserkreislauf der Region zurückzuführen, um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken. Denn Andalusien ist ein wichtiges Rückzugsgebiet für seltene Tiere wie den Iberischen Luchs oder den Spanischen Kaiseradler, und Rastplatz vieler Zugvögel.

 

Ökologisch nachhaltiger

Jedes Netz der Orangen und Mandarinen von der Finca Iberesparragal trägt den WWF-Panda mit dem Hinweis auf das gemeinsame Projekt. Er zeigt an, dass es sich um Zitrusfrüchte aus konventionellem, aber ökologisch nachhaltigerem Anbau handelt.

Der EDEKA-Verbund verantwortet die Umsetzung des Projekts. WWF sowie ein externer, unabhängiger Auditor überprüfen regelmäßig die Projektfortschritte. Zusätzliche Hintergrundinformationen finden Sie online unter www.wwf.de/edeka-projekte.

KONTAKT

Wiebke Elbe

Pressestelle WWF 

Tel: 030-311777-219

wiebke.elbe(at)wwf.de

twitter.com/ElbeWWF

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