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Tiger fürs Klima

17. Februar 2016

Erfolgreicher Abschluss: Russisches Naturschutzprojekt nach sieben Jahren beendet. / WWF: Naturschutzarbeit in Russland muss weitergehen.

Amur-Tiger © Vasily Solin / WWF
Amur-Tiger © Vasily Solin / WWF

Der WWF hat im Februar ein langjähriges  Natur- und Klimaschutzprojekt in Russlands Fernem Osten erfolgreich abschließen können. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung der Naturschutzorganisation hervor, in der von einem „Mut machenden Signal trotz komplizierter, politischer Rahmenbedingungen“ die Rede war. Im Auftrag des deutschen und des russischen Umweltministeriums  war der WWF gemeinsam mit der KfW in der Bikin-Region im Fernen Osten Russlands aktiv. Dort wurde im Schulterschluss mit der indigenen Bevölkerung die letzten Urwälder Russlands vor illegaler Abholzung geschützt - und damit als wertvollere Kohlenstoffspeicher im Kampf gegen den globalen Klimawandel erhalten. Aufgrund der herausragenden Bedeutung des Gebietes erklärte die russische Regierung die Bikin-Wälder jüngst zum Nationalpark.

 

Die internationale Bedeutung des Bikin Projektes wurde nun in einer  gemeinsamen schriftlichen Erklärung des deutschen und des russischen Umweltministeriums hervorgehoben, welche das Projekt als ein ausgezeichnetes Beispiel deutsch-russischer Zusammenarbeit im Umweltbereich würdigt. „Im Bikin-Projekt ist es uns gelungen Klimaschutz, den Erhalt bedrohter Arten wie den Amur-Tiger und die Unterstützung indigener Volksgruppen zu verbinden“, so Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland. Zugleich bekräftigte Heinrich, auch zukünftig in Russland aktiv Naturschutz betreiben zu wollen. „Ob es um die letzten Tiger geht, den Erhalt arktischer Ökosysteme  oder den Kampf gegen den Klimawandel, die Herausforderungen in einem Land wie Russland sind von globaler Tragweite und betreffen damit auch uns in Deutschland. Daher bleibt Russland auch in den kommenden Jahren für den WWF eine wichtige Region für den Naturschutz“, so Heinrich.

 

Der neu entstehende Nationalpark im Westen des Sichote-Gebirges umfasst laut WWF das einzige bewaldete Flussbecken der gemäßigten Breiten, das noch nie einem Holzeinschlag zum Opfer fiel und ist Rückzugsort für die bedrohten Amur-Tiger. Die Bedeutung der Region wurde 2010 von internationalen Experten bestätigt und in die vorläufige Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätten Russlands aufgenommen. Mit der Errichtung des Nationalparks werden die Tigerwälder langfristig vor Äxten und Wilderern geschützt.

KONTAKT

Roland Gramling

WWF Deutschland

Pressestelle

Tel. 030-311 777 425

roland.gramling(at)wwf.de

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