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Der lange Weg zur Freiheit

30. Juli 2016

Der WWF freut sich über die Rückkehr der Luchse nach Rheinland-Pfalz

Eurasischer Luchs © Staffan Widstrand / WWF
Eurasischer Luchs © Staffan Widstrand / WWF

Berlin / Neustadt an der Weinstraße – Die Luchse sind zurück. Nach zehnstündiger Fahrt aus der Slowakei wurden heute drei Tiere im Pfälzerwald zwischen Kaiserslautern und Neustadt in die Freiheit entlassen. Der WWF freut sich über die Rückkehr der Pinselohren. „Der Umzug der Tiere in den Pfälzerwald ist ein wichtiger Meilenstein für den Schutz dieser in Europa gefährdeten Art und ein Symbol für mehr Wildnis in unserer Heimat“, freut sich Diana Pretzell vom WWF Deutschland.

Luna, Kaja und Lucky, zwei Weibchen und ein Männchen, sollen den Grundstock für eine stabile Luchspopulation in Deutschlands größtem zusammenhängendem Waldgebiet bilden. Ihnen sollen in den nächsten Jahren weitere 17 Exemplare aus der Slowakei und der Schweiz folgen.


Luna, Kaja und Lucky wurden als Luchswaisen ohne Mutter aufgegriffen und in einem Gehege wieder aufgepäppelt. Jedes der ausgesetzten Tiere trägt ein besendertes Halsband, um ihre Aufenthaltsorte verfolgen zu können und genaueres über die Lebensweise der scheuen Waldbewohner herauszufinden.

Das Wiederansiedlungsprojekt wird von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz geleitet und mithilfe des europäischen Förderprogramms LIFE und von zahlreichen Partnern u.a. dem WWF finanziert. Die Naturschützer hoffen, dass diese Luchse Teil einer vernetzten mitteleuropäischen Luchspopulation werden, die von Tschechien bis in die Vogesen und in die Alpen reicht.

„Die Auswilderung ist ein erster Schritt auf einem wichtigen Weg für die Luchse in Deutschland“, so Diana Pretzell vom WWF. Wichtig sei es, den Menschen die Angst zu nehmen und sie für die faszinierenden Katzen zu begeistern. In der Pfalz seien die Ausgangsbedingungen optimal. Die Region habe sich gut auf die Ankunft der wilden Katzen vorbereitet und die Chancen für ein Comeback der Pinselohren im Pfälzerwald stünden gut.

WEITERE INFORMATIONEN

KONTAKT

Moritz Klose

Wildtierreferent

WWF Deutschland

mobil: 0151 188 54 887

Roland Gramling

Pressesprecher

WWF Deutschland

mobil: 0151 188 54 980

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