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Neue OECD-Leitlinien für globalen Agrarhandel

11. März 2016

Für eine bessere Welt: WWF-Analysetool hilft Unternehmen bei Implementierung von sozial- und umweltverträglichen Beschaffungsprozessen

Obststand © Liisi-Kokk-WWF

Gemüse aus Spanien, Haselnüsse aus der Türkei, Kautschuk aus Thailand: Der Anbau von Agrar-Gütern ist teilweise mit enormen  ökologische und soziale Auswirkungen verbunden, etwa für bedrohte Tier- und Pflanzenarten oder für die betroffenen Menschen vor Ort. Davor warnt die OECD in ihren am Freitag in Paris veröffentlichten neuen Leitlinien für verantwortungsvolle Lieferketten im Agrarsektor. Um Risiken in der Beschaffung zu vermeiden, empfiehlt das Papier die Nutzung des WWF Analysetools zur Minimierung von Risiken in der Lieferkette. Mit dem Tool können Unternehmen ihre Risiken für die Verfügbarkeit von Rohstoffen und die damit verbundenen ökologischen wie sozialen Gefahren analysieren.

 

„Unternehmen müssen die Empfehlungen von OECD und FAO ernst nehmen und ihre Rohstoffquellen möglichst sozial- und umweltverträglich gestalten. Dafür ist es jedoch dringend notwendig, dass sie die Risiken  in ihrer Lieferkette kennen“, sagt Nathan Droesch, Referent für Beschaffungsrisiken in der Agrarproduktion beim WWF Deutschland. „Der WWF kann nicht nur dabei helfen, Probleme im Zusammenhang mit der Produktion und der Beschaffung von Rohstoffen aufzeigen, sondern auch bei der Lösung und Reduzierung von ökologischen und sozialen Gefahren beraten.“

 

Um sozial- und umweltverträglichere Beschaffungsprozesse anzustoßen, identifiziert der WWF in seinen Analysen die Schlüsselrohstoffe in Produktsortimenten und untersucht deren Beschaffungsrisiken. Hierzu werden geografische Daten und Sekundärquellen mit dem fundierten, praktischen Wissen und den über die Jahre gewachsenen Erfahrungen des eigenen globalen Netzwerks kombiniert. Auf dieser Basis können Art, Wahrscheinlichkeit und Schweregrad von Risiken für rund 50 Rohstoffe aus rund 100 Ländern bestimmt werden. Basierend auf diesen Informationen erarbeitet der WWF dann konkrete Maßnahmen, um die ermittelten sozialen und ökologischen Risiken einzudämmen und kann den Implementierungsprozesses im Unternehmen begleiten.

 

Der WWF setzt sich seit mehr als 50 Jahren für den Erhalt der Natur ein. Als eine der größten und erfahrensten Naturschutzorganisation der Welt ist der WWF in 100 Ländern tätig und verfügt weltweit über mehr als fünf Millionen Förderer. Das Team hinter den Beschaffungsrisikoanalysen verfügt über mehrjährige Erfahrung in den Bereichen Forschung und internationale Zusammenarbeit. Der WWF unterstützt Unternehmen dabei, Maßnahmen auf die Bereiche zu konzentrieren, in denen am meisten bewegt werden kann.

Hintergrundinformationen

KONTAKT

Roland Gramling

WWF Deutschland

Pressestelle

Tel. 030-311 777 425

roland.gramling(at)wwf.de