Content Section

Mehrheit Pro Wisent

15. September 2016

Forsa-Umfrage: Über 80 Prozent bewerten Wiederansiedlung des Europäischen Bisons als „gute Maßnahme“.

© David-Lawson - WWF-Canon

Der Wisent kann sich auf einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung stützen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Naturschutzorganisation WWF in vier Landkreisen des Sauerlandes durchgeführt hat. Demnach finden es 83 Prozent der Befragten gut, dass in den Wäldern ihrer Heimatregion, dem Rothaargebirge, die einst ausgerotteten Europäischen Bisons wieder angesiedelt wurden. Zudem erwarten 78 Prozent der Befragten, das die Wiederansiedlung des Wisents den Tourismus in der Region fördert und sind demnach der Auffassung, dass die Tiere  im Rothaargebirge bleiben sollten.

 

„Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage zeigen, dass die Menschen in der Region den Wisent mehrheitlich als Bereicherung empfinden. In allen vier Landkreisen ist die Zustimmung enorm“, verdeutlicht Diana Pretzell, Leiterin des Fachbereichs Naturschutz  Deutschland beim WWF. Auch als die Befragten gebeten wurden, ihre persönlichen Gefühle gegenüber Wisenten zu beschreiben, wurde deutlich, dass eine Mehrheit den Tieren wohlwollend gegenüber steht. Demnach sind 51 Prozent der Befragten den Wisenten sehr bzw. eher positiv eingestellt. 39 Prozent steht den Tieren neutral gegenüber. Nur 7 Prozent hegen  negativ Gefühle.

 

Wirtschaftliche Nachteile oder gar Ängste spielen bei den Bewohnern der Landkreise den Umfrageergebnissen zufolge kaum eine Rolle. „Auch wenn die Akzeptanz der Wisente in allen Landkreisen groß ist, gibt es natürlich auch noch vereinzelte Vorbehalte, die wir durch unser Engagement und mit Aufklärungsarbeit weiter abbauen müssen“, so Pretzell.

 

Hintergrund

Im Jahr 2013 wurde im Rothaargebirge eine Wisent-Herde in die dortigen Wälder entlassen. Die Wideransiedlung der seit mehreren Jahrhunderten in Deutschland ausgestorbenen Wildrinder durch Wisent-Wildnis-Wittgenstein e.V. und Taurus Naturentwicklung e.V. wird seit mehreren Jahren vom WWF als wichtig angesehen. Zurzeit prüft der WWF in Kooperation mit der Weltnaturschutzunion IUCN und der Berliner Humboldt-Universität wo und in welchem Umfang weitere Wisente in Deutschland langfristig wieder angesiedelt werden könnten.

KONTAKT

Roland Gramling

WWF Deutschland

Pressestelle

Tel. 030-311 777 425

roland.gramling(at)wwf.de

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken