Content Section

WWF warnt vor Folgen des Monsanto-Deals

14. September 2016

Stellungnahme

Zur angekündigten Übernahme des Monsanto-Konzerns durch Bayer erklärt Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland:

 

„Die Übernahme von Monsanto durch Bayer wird die weltweite Abhängigkeit der Landwirte von multinationalen Konzernen verstärken, den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut und gefährlichen Chemikalien befördern und der Ausbreitung umweltschädlicher Monokulturen Vorschub leisten. Verlierer werden die Kleinbauern und die Umwelt sein. Mit gentechnisch verändertem Saatgut und Agrarchemie wird ein weiterer Rückgang von Biodiversität vorprogrammiert. Wenn Bundesregierung und EU wirklich eine nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft im Sinne der Sustainable Development Goals (SDG) wollen, müssen sie diesen Deal stoppen. Nun gilt es kartellrechtliche Fragen intensiv zu prüfen und gegenzusteuern.

 

Bei einer der entscheidenden Zukunftsfragen, der globalen Ernährungssicherheit, darf sich nicht zu viel Marktmacht bei einzelnen Unternehmen ballen. Durch derartige Übernahmen entstehen Giganten die ihre ungeheure Marktmacht bereits in der Vergangenheit oft zulasten von Kleinbauern ausgespielt haben. Und das, obwohl die Bevölkerung in den meisten Ländern bei ihrer Versorgung mit Lebensmittel auf Kleinbauern angewiesen ist.“

 

Statement of WWF Germany in English Language:


 WWF Germany’s response to Bayer’s takeover of Monsanto

 

“Bayer’s acquisition of Monsanto is an example of non-acceptable market concentration. The takeover will most likely increase the pressure on small-holder farmers and the environment. It could lead to an increase of small-holder farmer dependency on multinational agriculture corporations.

 

WWF Germany is concerned about an increase in the use of genetically modified seeds and hazardous chemicals. The expansion of environmentally-damaging monoculture crop cultivation is to be expected. Genetically modified seeds and agrochemicals are responsible for greater losses of valuable biodiversity. If the German government and European Union are truly committed to achieving the Sustainable Development Goals (SDGs) on sustainable agriculture, then this deal must be stopped. Countermeasures need to be taken after thoroughly clarifying all antitrust issues.

 

Beyond Bayer’s deal with Monsanto and regarding global food security, WWF Germany warns it cannot be tolerated that so much market control is given to a limited number of actors.”

 

 

 

Kontakt

Roland Gramling

WWF Deutschland

Pressestelle

Tel. 030-311 777 425

roland.gramling(at)wwf.de

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken