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Landwirtschaft statt Agrobusiness

05. April 2017

Umweltverbände starten Online-Kampagne zur Bürgerbefragung über EU-Agrarpolitik. / Zukunft der europäischen Landwirtschaft entscheidet sich jetzt

Die Verbände BUND, DNR, NABU und WWF setzen bei der Diskussion um die künftige EU-Agrarpolitik auf eine echte Bürgerbeteiligung. Mit Hilfe eines Online-Tools können sich alle Europäer direkt an die EU-Kommission wenden und eine verantwortungsbewusste Landwirtschaft einfordern.

 

Die Verbände wollen von EU-Agrarkommissar Phil Hogan einen drastischen Kurswechsel bei den milliardenschweren Agrarsubventionen, die immerhin 38 Prozent des EU-Haushalts ausmachen. Sie kritisieren, dass der Großteil der Fördergelder in pauschale, flächenbezogene Agrarsubventionen fließt und damit intensivere Produktionsmethoden zum Schaden von Natur und Landwirten gefördert werden. Eine neue Agrarpolitik ab 2020 müsse fair zu Bauern und Verbrauchern, ökologisch nachhaltig und global verantwortungsvoll ausgerichtet sein. Die Verbände fordern daher eine gezielte Förderung von Leistungen zum Beispiel im Naturschutz. Auch eine verbesserte Tierhaltung müsse unterstützt und aktiv vorangetrieben werden. Außerdem soll der Pestizid- und Düngemitteleinsatz verringert werden. Im Februar hatte die EU-Kommission eine öffentliche Befragung zur Agrarreform gestartet. Wer die Forderungen der Umweltverbände unterstützt, kann sich ab heute über ein praktisches Online-Tool in einem vereinfachten Verfahren an Brüssel wenden.

 

„Die Zukunft der deutschen und europäischen Landwirtschaft wird in den kommenden Monaten verhandelt. Derzeit ist die Agrarpolitik eine enorme Bedrohung für die Artenvielfalt, führt zu einem massiven Höfe-Sterben und schädigt die ländlichen Regionen und wird ihrer globalen Verantwortung für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung nicht gerecht. Europa braucht eine wirkliche Reform seiner Agrarpolitik. Unsere Natur und unsere Landwirte müssen geschützt werden. Wenn gemeinsam zehntausende Menschen aus ganz Europa dies von der EU Kommission fordern, kann sie uns nicht einfach überhören“, so Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland.

 

Online-Kampagne zur EU-Bürgerbefragung: www.wwf.de/livingland

KONTAKT

Roland Gramling

WWF Deutschland

Pressestelle

Tel. 030-311 777 425

roland.gramling(at)wwf.de

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