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Özdemir fordert Plastik-Abgabe und mehr Klimaschutz

23. August 2017

Im WWF-Livestream: Grünen-Vorsitzender will „Staatssekretär Klimaschutz“. / Es ist egal, ob Eis schmilzt wegen der „US-amerikanischen Blödheit des Präsidenten oder der Trägheit der Großen Koalition“.

Liveinterview mit Cem Özdemir © WWF
Liveinterview mit Cem Özdemir © WWF

Im Facebook-Livestream des WWF Deutschland hat der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir klargemacht, dass Klimaschutz eine „Rote Linie“ für eine Beteiligung der Grünen an einer Koalition sei. Klimaschutz müsse Überschrift der neuen Bundesregierung und Roter Faden in allen Ressorts werden, bekräftigte der Grünen-Vorsitzender auf die Frage, unter welchen Voraussetzungen seine Partei in eine Regierungskoalition ginge.

 

In dem Live-Interview auf dem Facebook-Kanal der Naturschutzorganisation WWF, an dem sich auch User mit Fragen beteiligten konnten, schlug Özdemir vor, einen Staatssekretär für Klimaschutz im Außenministerium zu installieren. Zugleich kritisierte er die aktuelle Bundesregierung: Es sei letztendlich egal, ob das Eis in der Arktis wegen der „US-amerikanischen Blödheit des Präsidenten oder der Trägheit der Großen Koalition“ schmelze.

 

Um die Vermüllung der weltweiten Meere und Ökosysteme mit Plastik aufzuhalten, schlug Özdemir eine generelle Abgabe auf Plastik vor. Das werde dazu führen, dass der Plastikanteil absinkt: „Wir brauchen eine Abgabe auf Plastik. Es kann nicht mehr sein, dass es nichts kostet und die Kosten externalisiert werden.“

 

Hintergrund

In halbstündigen Livestream-Interviews stellen sich seit Mitte August Spitzenpolitiker den Fragen der WWF-Community und erklären, welche Pläne, Ideen und Visionen sie und ihre Parteien zu den Themen Umwelt und Klima und damit zu den entscheidenden Zukunftspolitikfeldern haben. Nach Dietmar Bartsch (DIE LINKE) und Cem Özdemir (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) folgt Peter Altmaier (CDU) am 06.09.17. Einen fest vereinbarten Termin für ein Gespräch mit einem SPD-Vertreter gibt es derzeit noch nicht.

KONTAKT

Roland Gramling

WWF Deutschland

Pressestelle

Tel. 030-311 77 425

roland.gramling(at)wwf.de

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