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Von der Uni zum Naturschutz

16. August 2017

Starker Naturschutz braucht hochwertig ausgebildete Fachkräfte – WWF stellt Studie zu passgenauen Lehrinhalten an Hochschulen vor

Ein Feldlabor des WWF. (c) Kim Gruetzmacher / WWF

Der WWF Deutschland hat in einer Studie untersucht, welche Lehrinhalte es an deutschen Hochschulen braucht, um gute Fachkräfte in der Naturschutzarbeit auszubilden. Diese Frauen und Männer werden vor dem Hintergrund des fortschreitenden Verlustes von Arten und natürlichen Lebensräumen immer dringender benötigt, sowohl im professionellen als auch im ehrenamtlichen Naturschutz. Mittels Absolventenumfrage und Experteninterviews werden in der Studie „Angebot der Naturschutzausbildung an deutschen Hochschulen. Ein Leitfaden für Studieninteressierte“ Ausbildungsinhalte analysiert und mit den Bedürfnissen der praktischen Arbeit verglichen. In Deutschland wurde demnach in den vergangenen Jahren aufgrund der verstärkten Nachfrage nach Fachkräften eine Reihe von Studiengängen zum Schwerpunkt Naturschutz entwickelt. Aktuell schließen hierzulande jedes Jahr geschätzt fast 1.000 Studierende einen naturschutzrelevanten Studiengang ab.

 

Laut der WWF-Analyse mangelt es nicht an ökologischem Grundlagenwissen oder wissenschaftlichem Handwerk. Allerdings sind die Artenkenntnisse und der Kontakt mit der praktischen Naturschutzarbeit unzureichend. Auch hinsichtlich der Methoden zur Antragstellung und Arbeit in Projekten, gefördert von der öffentlichen Hand, ist noch Luft nach oben.

 

Schlussfolgernd aus den Befunden der Studie werden zwölf Schlüsselkompetenzen genannt, die aus Sicht der Naturschutzpraxis als verpflichtende Bestandteile eines Naturschutzstudiengangs erlernt werden sollten.

 

Der WWF Deutschland freut sich auf die Diskussion der Ergebnisse und die wirkungsvollen Umsetzungsmöglichkeiten mit den verschiedenen Akteuren der Hochschulen. Den angehenden Studentinnen und Studenten der naturschutzrelevanten Studiengänge bieten wir vorab Orientierung bei der Wahl der einzelnen Module ihrer Ausbildung.

 

KONTAKT

Roland Gramling

WWF Deutschland

Pressestelle

Tel. 030-311 777 425

roland.gramling@wwf.de

 

Nachfragen zur Studie:

Susan Grzybek

WWF Deutschland

Referentin Vorstand Naturschutz

Tel. 030 311 777 907

Susan.grzybek(at)wwf.de

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