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Finanzflüsse grünen

11. Dezember 2017

WWF zum One Planet Summit: Finanzströme endlich an Paris angleichen

Finanzflüsse müssen endlich grüner werden © iStock/Getty Images
Finanzflüsse müssen endlich grüner werden © iStock/Getty Images

Der hochrangig besetzte One Planet Summit in Paris bietet die Chance, die Umsetzung des Paris-Abkommens zwei Jahre nach seinem Beschluss voranzutreiben. Dafür erwartet der WWF sowohl von den teilnehmenden Staaten als auch von Finanzinstitutionen konkrete Zusagen: „Die Zeit des Abwartens ist vorbei. Das Paris-Abkommen wurde vor zwei Jahren beschlossen, doch noch reichen die Beiträge der Länder nicht aus, es zu erfüllen. Und nach wie vor finden Finanzierungsfragen politisch zu wenig Beachtung“, bemängelt Michael Schäfer, Leiter des Fachbereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland.

 

„Finanzen sind in Paris nun das Schwerpunktthema, die Weltbank sitzt mit am Tisch. Das muss bedeuten, endlich Bewegung in das Finanzsystem zu bekommen: zum einen durch mehr Transparenz von klimabezogenen Risiken, zum anderen aber auch durch die konsequente Ausrichtung des Finanzsystems und aller Finanzströme am Ziel von Paris“, so Schäfer. Zur Transparenz finanzieller Auswirkungen von klimabezogenen Risiken hat die Task Force On Climate-related Financial Disclosures (TCFD) wertvolle Vorschläge gemacht, die nun umgesetzt werden müssen.

 

Gleichzeitig kommt es darauf an, mehr öffentliche und privatwirtschaftliche Mittel in klimaverträgliche Projekte und Zwecke zu lenken. „Eine Zusage zur Klimafinanzierung existiert bereits, noch fehlen aber die Mittel. Ab 2020 sollen den Entwicklungs- und Schwellenländern jedes Jahr 100 Milliarden US-Dollar für Klimaschutz und Anpassung zur Verfügung stehen. Es wird höchste Zeit, den Beutel zu füllen.“

 

Daneben erhofft sich der WWF von dem Gipfel Fortschritte auf dem Weg hin zur Treibhausgasneutralität bis 2050. „Auf der Klimakonferenz in Bonn hat eine Allianz von Staaten angekündigt, aus der Kohle auszusteigen. Dieses Signal gilt es, am Leben zu halten - besonders Deutschland steht in der Pflicht. Während andere Länder die nötigen Schritte gehen, heizen wir mit unserer nahezu ungebremsten Kohleverstromung die Klimakrise weiter an. Aus der Kohle auszusteigen, muss für jede neue Bundesregierung Priorität haben.“ Daneben braucht es einen wirksamen CO2-Preis, wie ihn heute auch zahlreiche international tätige Unternehmen im Vorfeld des Gipfels fordern.

 

KONTAKT

Lea Vranicar

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 467

lea.vranicar@wwf.de

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