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Tapsige Tatzen

17. Januar 2017

Premiere: Kamerafalle zeigt erstmals vierfachen Nachwuchs bei Schneeleoparden / Regierungskonferenz in Nepal berät Rettung der Großkatzen

Schneeleoparden-Vierlinge © WWF Mongolei
Schneeleoparden-Vierlinge © WWF Mongolei

Berlin: Diese Weltpremiere lässt Artenschützer und Tierfreunde jubeln: Der WWF konnte mit Kamerafallen erstmals eine Vierlingsgeburt bei den stark bedrohten Schneeleoparden nachweisen. Die Videoaufnahmen entstanden im Altai-Gebirge der Westmongolei und zeigen die Mutter mit ihren vier umhertollenden Jungen. „Die Vierlingsgeburt ist eine Sensation. Schneeleoparden bleiben aber weiterhin eine seltene und gefährdete Art“, sagt Markus Radday, Großkatzenexperte beim WWF Deutschland. Zum Schutz der seltenen Großkatzen findet diese Woche in Nepal eine Regierungskonferenz statt. Die Schneeleopardenländer beraten, mit welchen Maßnahmen sie den Tieren helfen können.

Mit rund 4.000 Individuen in freier Wildbahn zählt der Schneeleopard zu den seltensten Großkatzen der Welt. Laut WWF macht ihnen unter anderem die Wilderei zu schaffen. Seine Körperteile erzielten auf dem Schwarzmarkt für asiatische Medizin hohe Preise und das Fell lande als Statussymbol an den Wänden wohlhabender Privatpersonen. Die Mehrzahl der Tiere wird laut einer Untersuchung des WWF jedoch nicht vorsätzlich für den Verkauf getötet. Am häufigsten handele es sich bei den Tätern um Landwirte, die ihr Vieh verteidigen oder Rache für gerissene Weidetiere üben. Der WWF möchte daher solchen Mensch-Tier-Konflikte vorbeugen. Die Umweltschützer zeigen den Viehhaltern, wie sie ihre Tiere zum Beispiel mit Zäunen schützen. „Nur wenn die Schneeleoparden für die Menschen vor Ort keine Bedrohung mehr sind, haben sie langfristig eine Chance“, so Markus Radday.

KONTAKT

Immo Fischer

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 427

immo.fischer(at)wwf.de

Twitter: @ImmoFischer

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