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Dorsch-Drama entschärft

01. März 2017

Bundesregierung stoppt Fischerei in Ostsee in Dorsch-Laichgebieten / WWF begrüßt Entscheidung

Berlin: Wie heute bekannt wurde verbietet die Bundesregierung die Fischerei auf Scholle in der Ostsee und die damit verbundene Störung der Schonzeit für westlichen Dorsch ab dem 8.3.. Das Verbot gilt bis zum Ende der Schonzeit am 31.3. Der WWF begrüßt die Entscheidung. Stella Nemecky, Fischereiexpertin des WWF Deutschland, kommentiert:

 

„Die Entscheidung der Bundesregierung kommt spät, ist aber richtig und wichtig. Nur mit einer strengen Einhaltung der Schonzeit haben die Dorsche in der westlichen Ostsee eine Chance, sich zu erholen. Das ist im besonderen Interesse der deutschen Küstenfischerei, die von einem Wiederaufbau des Bestandes besonders profitieren wird. Der westliche Dorsch ist Brotfisch der Küstenfischerei und seit über einem Jahrzehnt stark überfischt. Die Korrektur einer dramatischen Fehlentscheidung hilft dabei, die laichenden Dorsche während der Schonzeit besser zu schützen.“

 

Hintergrund: Das zuständige Landwirtschaftsministerium hatte die Fischerei auf Scholle in der Laichschonzeit für Dorsch genehmigt. Diese Fischerei findet jedoch unter anderem in jenen tiefen Becken der westlichen Ostsee statt, in denen sich in diesen Wochen die verbliebenen fortpflanzungsfähigen Dorsche zum Ablaichen sammeln.

WEITERE INFORMATIONEN

KONTAKT

Immo Fischer

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 427

immo.fischer(at)wwf.de

Twitter: @ImmoFischer

 

Stella Nemecky

Fischereiexpertin
Tel.: 0151 / 188 549 24

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