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LEAG will weiter baggern

30. März 2017

LEAG entscheidet über weitere Tagebaue in der Lausitz/WWF fordert Moratorium

Christoph Heinrich © Laurin Schmid

Die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) hat heute über neue Tagebaue in der Lausitz entschieden. Während die LEAG die Planungen für Jänschwalde Nord aufgibt, hält der Braunkohlekonzern an Nochten fest. Einen Ausbau von Welzow-Süd hält sich das Unternehmen offen. Dazu sagt Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz der Umweltstiftung WWF:

 

„Mit der heutigen Entscheidung scheint LEAG die Zeichen der Zeit erkannt zu haben, lässt aber keine konsequenten Antworten folgen. Tagebauerweiterungen zerstören Natur und Kulturlandschaft und berauben Menschen ihrer Heimat. Sie sind nicht vereinbar mit Deutschlands Klimaschutzbemühungen und es braucht sie auch nicht, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Der WWF fordert daher ein Moratorium für neue und die Erweiterungen bestehender Tagebaue.

 

Mit der heutigen Entscheidung suggeriert LEAG, Kohle habe Bestand. Dem ist nicht so. Deutschland hat sich mit dem Pariser Klimaschutzabkommen dazu verpflichtet, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen. Für die Umsetzung bedeutet das: Deutschland muss möglichst schnell einen geordneten und sozialverträglichen Kohleausstieg auf den Weg bringen und bis 2035 abschließen. In einer Zwei-Grad-kompatiblen Welt hat Kohle mittelfristig schlicht keine Zukunft mehr.“

 

Weitere Informationen:

 

Der WWF hat in der Studie „Zukunft Stromsystem“ anhand des globalen CO2-Budgets berechnet, wie Deutschland ohne Engpässe in der Energieversorgung einen fairen Beitrag zu den weltweiten Klimaschutzanstrengungen leisten kann. Dafür geht kein Weg an einem Kohleausstieg vorbei. Er muss spätestens 2019 beginnen und 2035 abgeschlossen sein: https://zukunft-stromsystem.de/

KONTAKT

Lea Sibbel

Pressestelle

Tel.: 030 311 777 467

lea.sibbel(at)wwf.de

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