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Entscheidung für Mensch und Land

23. Mai 2017

Regierungsbildung in NRW/WWF: Schutz der Lebensgrundlagen muss oben auf der Agenda stehen

NRW muss kohlefrei werden © Thinkstock
NRW muss kohlefrei werden © Thinkstock

Wer Regierungsverantwortung in Nordrhein-Westfalen übernimmt, muss eine umweltfreundliche Politik  für Mensch und Land weiter vorantreiben: für eine Zukunft mit sauberer Luft und gesundem Boden. „Als industrielles Zentrum hat NRW Bedeutung fürs ganze Land“, sagt Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz des WWF Deutschland, angesichts der Koalitionsverhandlungen. „Die neue Regierung muss sich dieser besonderen Verantwortung bewusst sein. NRW kann das Innovationslabor Deutschlands sein, wenn es gelänge, Industrie und Wirtschaft klimafreundlich für die Zukunft zu rüsten.“ Sie dürfen nicht länger zur Erderhitzung beitragen.

 

„Die Klimakrise resultiert zu großen Teilen aus der umweltschädlichen Kohleverstromung. Deshalb brauchen wir ein kohlefreies NRW und ein kohlefreies Deutschland“, sagt Heinrich. „Die nächste Regierung darf sich nicht vor der Verantwortung drücken, einen Fahrplan zur Beendigung der  Kohleverstromung vorzulegen.“ Gleichzeitig gibt es Nachholbedarf beim landeseigenen Klimaschutzplan: „Als bevölkerungsreichstes Bundesland darf NRW bei der Minderung des Treibhausgasausstoßes nicht hinter die Ziele der Bundesregierung zurückfallen.“ Als erstes Bundesland mit einem Klimaschutzgesetz liegt es an der nächsten Regierung, diese Vorreiterrolle neu zu beleben. Nur wenn es gelingt, Klimaschutztechnologien in NRW zu etablieren, wird der Industriestandort NRW langfristig gesichert sein.

 

In der Landwirtschaft muss sich die nächste Regierung Nordrhein-Westfalens im Bund dafür einsetzen, dass endlich Schluss ist mit der rückständigen Subventionspolitik: „Jedes Jahr gehen Milliarden Euro an Steuergeldern in den Erhalt der Landwirtschaft in Europa. Es ist Zeit, dass diese Gelder konkret dazu beitragen, unser Wasser und unsere Böden gesund zu halten und so Raum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten zu schaffen. Nur intakte Lebensgrundlagen nutzen auch langfristig  den Landwirten“, sagt Heinrich. „Die neue Regierung ist in der Pflicht, ihr Land für die Zukunft zu rüsten. Schaffen kann sie das nur, wenn sie den Schutz der Lebensgrundlagen oben auf die Agenda setzt.“

KONTAKT

Lea Sibbel

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 467

lea.sibbel(at)wwf.de

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