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Wolf im Fokus

05. Mai 2017

WWF zum Abschluss der Umweltministerkonferenz in Bad Saarow

Fuchs © Ralph Frank / WWF
Fuchs © Ralph Frank / WWF

Berlin: Zum Abschluss der Umweltministerkonferenz in Bad Saarow spricht sich der WWF für einen ehrlichen Dialog über die Rückkehrer des Wolfs nach Deutschland aus. Ziel müsse es sein, das Überleben der Tiere hierzulande dauerhaft zu sichern und gleichzeitig die Konflikte zu entschärfen, die mit ihrer Ausbreitung einhergehen.

 

Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz des WWF Deutschland, kommentiert:

„Ein Miteinander von Wolf und Weidetierhaltung ist gut möglich und wird vielerorts in Deutschland und Europa gelebt. Einfache Maßnahmen wie Zäune oder Herdenschutzhunde bieten einen zuverlässigen Schutz. Die Lösungen sind da, sie müssen lediglich angewendet werden. Dafür braucht es sowohl unbürokratische Unterstützung für die Weidetierhalter, als auch deren Bereitschaft bestehende Praktiken anzupassen. Eine Diskussion um Obergrenzen ist nicht zielführend und ihre Einführung mit geltendem Recht gar nicht vereinbar. Es gibt keinen Grund Mensch und Tier gegeneinander auszuspielen.“

 

Insbesondere Betriebe mit extensiver Tierhaltung, deren besonders naturverträgliche Form der Landnutzung unersetzliche Leistungen für Natur und Landschaft erbringt, benötigten dringend zukunftsfähige Perspektiven. Hierzu zähle auch die Vermeidung und Entschärfung von Konflikten mit dem Wolf. „Dabei muss die Diskussion um die schwierige Lage der Weidetierhalter ganzheitlich geführt werden“, so Heinrich weiter. „Der Wolf ist nur eine von vielen Herausforderungen für die Landwirte. Wir brauchen eine Politik, die eine naturverträgliche Landwirtschaft unterstützt und fördert. Die Weidetierhaltung gehört unbedingt dazu.“

KONTAKT

Immo Fischer

Pressestelle

Tel.: 030 311 777 427

immo.fischer(at)wwf.de

Twitter: @ImmoFischer

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