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EU-Parlament für Ende von Glyphosat

24. Oktober 2017

EU-Parlament will Glyphosat-Zulassung auslaufen lassen. / WWF: Deutschland sollte sich Votum anschließen.

Jörg-Andreas Krüger © Robert Günther / WWF
Jörg-Andreas Krüger © Robert Günther / WWF

Am Dienstag hat eine Mehrheit der Abgeordneten im Europaparlament dafür gestimmt, die Zulassung von Glyphosat innerhalb der nächsten fünf Jahre auslaufen zu lassen. Jetzt müssen allerdings noch die einzelnen Mitgliedsstaaten dem Votum des Parlaments folgen. Dazu gibt es eine Sitzung des Ständigen Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel am Mittwoch. Die Naturschutzorganisation WWF Deutschland forderte die Bundesregierung auf, sich bei dieser Entscheidung nicht erneut zu enthalten, sondern für ein Ende von Glyphosat zu stimmen. Jörg-Andreas Krüger, Geschäftsleitung des WWF Deutschland:

 

„Glyphosat hat auf unseren Äckern nichts zu suchen. Die moderne Landwirtschaft kann auf den massiven Einsatz derartiger Totalherbizide ohne Probleme verzichten. Die aktuellen, erschreckenden Zahlen zum Artenrückgang bei Ackerwildkräutern, Vögeln oder Insekten zeigen, wie wichtig es ist, dass unsere Landwirtschaft nachhaltiger und damit zukunftssicher wird. Die deutsche Politik darf sich nicht dem Willen und der kurzfristigen Denke von Teilen der Agrarlobby beugen und sollte sich auf europäischer Ebene endlich klar für ein Ende von Glyphosat und Co. in Europa bekennen.“

 

Darüber hinaus forderte Krüger deutsche Unternehmen auf, auch beim Import von Agrargütern, etwa Soja-Futtermittel aus Südamerika, keine Produkte zu kaufen, bei deren Anbau Glyphosat systematisch zum Einsatz kam. Krüger hierzu: „Unser Ziel ist eine massive Reduzierung aller Pestizide in der Landwirtschaft egal ob hier in Europa oder auf den Feldern Südamerikas.“

KONTAKT

Roland Gramling

WWF Deutschland

Pressestelle

Tel. 030-311 777 425

roland.gramling(at)wwf.de

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