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Blackbox deutscher Wald

20. September 2017

WWF fordert regelmäßiges Monitoring der Artenvielfalt in deutschen Wäldern

Wald im Spessart © Michael Kunkel / WWF
Wald im Spessart © Michael Kunkel / WWF

Berlin: Der WWF spricht sich für ein regelmäßiges Biodiversitätsmonitoring im deutschen Wald aus. Das sei nötig, um die Entwicklung der Artenvielfalt in den Wäldern zu beobachten und die richtigen Schritte zu ihrem Schutz einzuleiten. Vor allem Vögel, Fledermäuse, Waldmoose und ausgewählte Insektengruppen sollten erfasst werden. Diese Forderung stellten die Umweltschützer beim Treffen des Internationalen Verbands Forstlicher Forschungsanstalten (IUFRO) in Freiburg. „Wir haben sehr genaue Erkenntnisse über die Strukturen des deutschen Waldes und seine Gesundheit. Wenn es jedoch um die Artenvielfalt insgesamt geht blicken wir immer noch in ein großes schwarzes Loch“, sagt Susanne Winter, Programmleiterin für den Waldbereich beim WWF Deutschland.

 

Laut WWF sollte das Monitoring gesetzlich verankert und möglichst parallel zur Bundeswaldinventur durchgeführt werden, die alle zehn Jahre die Waldstrukturen erfasst. Nur mit einem solchen Monitoring ließen sich Aussagen zu den Trends der Waldbiodiversität treffen und Verbindungen zwischen Waldwirtschaft und der Artenvielfalt herstellen. „Für die Biodiversität spielt der Wald eine entscheidende Rolle. Wir müssen wissen, wie es um die Artenvielfalt in deutschen Wäldern bestellt ist, wenn wir sie schützen wollen“, so Susanne Winter. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks forderte bereits 2015 ein umfassendes Biodiversitätsmonitoring. Zu einem Beschluss der Regierung kam es allerdings bislang nicht.

KONTAKT

Immo Fischer

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 427

immo.fischer(at)wwf.de

Twitter: @ImmoFischer

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