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Pflichtprogramm für die Parteien

06. September 2017

WWF unterstützt Al Gores flammendes Plädoyer für mehr Klimaschutz

Al Gore © Getty images
Al Gore © Getty images

Im TV-Duell war die Klimakrise nicht mal Komparse – im neuen Film von Al Gore spielt sie die Hauptrolle. Damit sollte „Immer noch eine unbequeme Wahrheit: Unsere Zeit läuft" zum Pflichtprogramm für alle Kandidaten gehören. Wie drängend die Thematik  ist, lässt sich an den tragischen Flutkatastrophen in Texas, Indien, Nepal und Bangladesch ablesen.   So gesehen ist das Timing für die  Dokumentation mehr als passend. Der Film des ehemaligen Vizepräsidenten der USA, Friedennobelpreisträgers und Oscargewinners kommt am 7. September in die deutschen Kinos. „Der Film macht deutlich, dass eine möglichst zügige Abkehr von der schmutzigen Kohle die Grundvoraussetzung ist, um die international vereinbarten Klimaziele zu erreichen und damit die Klimakatastrophe noch abzuwenden“, sagt Michael Schäfer, Leiter des Fachbereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland.

 

“In Deutschland verdrecken noch immer mehr als 100 große Braun- und Steinkohlekraftwerke unsere Luft und feuern die Erderhitzung an. Bei der schmutzigen Braunkohle steht Deutschland sogar schlechter da als die USA, die aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen wollen: Deutschland verbrennt mehr Braunkohle als die Vereinigten Staaten. Und der CO2-Ausstoß ist seit 2009 nicht mehr gesunken“, so Schäfer. Das liegt neben den Kohleemissionen auch am Verkehrssektor mit seinem rückständigen Fokus auf Verbrennungsmotoren. „Die Politik muss endlich aufhören, schädliche Technologien zu schützen, die weder unter ökologischen noch wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Zukunft haben.“

 

Der neue Film setzt dort an, wo Gore vor Jahren mit „An Inconvenient Truth“ aufgehört hat. Ausführlich greift er die Argumente seiner Kritiker auf und kontrastiert sie mit eindrücklichen Bildern von Überschwemmungen, Stürmen und schmelzenden Gletschern. Der emotionale, oft persönliche Grundton zieht sich durch den gesamten Film. Er ist weniger frontal erzählt als sein Vorläufer und erreicht sein Publikum eben deshalb unmittelbarer. Der WWF erhofft sich von der Dokumentation Rückenwind für die nationale Klimapolitik und die internationalen Klimaschutzverhandlungen, die im November in Bonn stattfinden.

 

Weitere Informationen:

  • Jeweils vor der Kinovorführung von Al Gores neuem Film zeigen der WWF und Ökostromanbieter LichtBlick einen Spot zur Energiewende. In dem #OurEnergy-Film verwandeln sich normale Menschen in tanzende „Energiewesen“. Der WWF und LichtBlick sind mit dem Film derzeit auch auf deutschlandweiter Tour: Dabei wird er überdimensional groß auf Häuserfassaden projiziert. Mit der #OurEnergy Tour machen WWF und LichtBlick auf die Bedeutung der Energiewende in Deutschland aufmerksam. Alle Informationen zur Tour gibt es unter www.ourenergy.de
  • Der WWF hat sich auch in seinem Social Media-Nachrichtenformat „Planet Panda“ mit dem neuen Film von Al Gore auseinandergesetzt, das Video ist hier zu sehen:  https://www.youtube.com/watch?v=wDENMS5YQOQ&t=1s

KONTAKT

Lea Vranicar

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 467

lea.vranicar@wwf.de

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