Content Section

5 vor 12 für 1,5 Grad

15. Januar 2018

IPCC-Entwurf zum 1,5-Grad-Szenario/WWF: Deutschland trägt Verantwortung im Kampf gegen die Klimakrise, Sondierungsergebnis unzureichend

Deutschland muss dringend aus der Kohle aussteigen © WWF/Andrew Kerr
Deutschland muss dringend aus der Kohle aussteigen © WWF/Andrew Kerr

Laut Medienberichten sieht ein Entwurf des IPCC-Berichts zum 1,5-Grad-Szenario das Risiko, dass die Erderhitzung nicht auf 1,5 Grad Celsius begrenzt wird, als relativ hoch an. Der Bericht ist noch nicht final, er wird erst im Herbst veröffentlicht. Zu den Berichten sagt Michael Schäfer, Leiter des Fachbereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland:

 

„Wir bekämpfen die Klimakrise noch längst nicht entschlossen genug. Wir müssen alle Anstrengungen darauf verwenden, die Erderhitzung so niedrig wie möglich zu halten, sonst sind ihre Folgen katastrophal. Unter ihnen werden besonders diejenigen leiden, die für die Klimakrise am wenigsten verantwortlich sind. Umso wichtiger ist es, dass Industrienationen wie Deutschland im Kampf gegen die Erderhitzung vorangehen: Jede neue Regierung steht hier in der Pflicht. Das Ergebnis der Sondierungsgespräche lässt bislang leider nicht vermuten, dass sich die Politik dieser zentralen Aufgabe in ausreichendem Maße annimmt. Wir fordern, deutlich nachzusteuern. Deutschland muss sofort den Kohleausstieg auf den Weg bringen. Mit jeder neuen Stunde, die wir unseren Strom aus fossilen Energien beziehen, heizen wir die Klimakrise weiter an. Wir dürfen nicht länger abwarten. Das gilt insbesondere auch für die EU: Wir brauchen EU-weit deutlich ambitioniertere Klimaziele, um den Zielen von Paris gerecht zu werden. Spätestens beim internationalen Talanoa Dialog in diesem Jahr gilt es daher, eine Erhöhung des EU-Beitrags auf den Weg zu bringen.“

KONTAKT

Lea Vranicar

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 467

lea.vranicar@wwf.de

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken