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Petition an Koalition

30. Januar 2018

WWF-Petition: Koalition muss Sofortmaßnahmen für den Klimaschutz beschließen

Der Eisbär bekommt die Klimakrise schon heute extrem zu spüren © Steven Kazlowski Barcroft Media
Der Eisbär bekommt die Klimakrise schon heute extrem zu spüren © Steven Kazlowski Barcroft Media

Mit einer Petition will der WWF dafür sorgen, dass die Verhandler von Union und SPD notwendige Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen. „Eine neue Bundesregierung muss den Kampf gegen die Erderhitzung, die unsere Lebensgrundlagen gefährdet, in den Mittelpunkt ihrer Politik rücken. Wir befinden uns an einem Scheidepunkt: Die nächste Regierung darf essentielle Schritte wie den Kohleausstieg nicht länger hinauszögern, sonst riskieren wir neben schwerwiegenden ökologischen Folgen auch enorme soziale und ökonomische Probleme“, sagt Jörg-Andreas Krüger, Mitglied der Geschäftsleitung beim WWF Deutschland. Unter www.wwf.de/kohlefrei kann ab heute jeder Bürger sofortige Klimaschutzmaßnahmen von der nächsten Regierung fordern.

 

„Die nächste Regierung muss schnell die Hälfte der Kohlekapazitäten vom Netz nehmen, bis 2035 muss der Kohleausstieg abgeschlossen sein. Das erfordert auch tragfähige Lösungen für die Kohleregionen in Deutschland. Die Regierung steht in der Pflicht, sie mit der Abkehr von der gestrigen Kohle für die Zukunft zu rüsten“, sagt Krüger. „Mit der Petition fordern wir, in den Koalitions-Fachverhandlungen ein Paket von Klimaschutz-Sofortmaßnahmen zu beschließen, die das 40-Prozent-Reduktionsziel der Bundesregierung erreichen. Außerdem brauchen wir endlich ein wirksames Klimaschutzgesetz, um die Klimaziele langfristig auf sichere Füße zu stellen. Sonst sind wir auch kurz vor 2030, 2040 und 2050 wieder Millionen Tonnen CO2 von unseren Zielen entfernt.“

 

Das 2020-Ziel wird Deutschland sicher verfehlen, wenn jetzt nichts mehr geschieht. Und nicht nur dieses: Auch ein verbindliches EU-Ziel für 2020 erreicht die Bundesrepublik nicht. „Seit neun Jahren stagniert unser CO2-Ausstoß auf hohem Niveau. Wir verbrennen mehr Braunkohle als jedes andere Land der Welt. Im Verkehrssektor steigen die Emissionen sogar, statt zu sinken. Deutschland schadet sich selbst und ruiniert seine internationale Glaubwürdigkeit. Es ist Aufgabe der neuen Regierung, die Versäumnisse aufzuarbeiten und Deutschland endlich zukunftsfähig aufzustellen“, so Krüger.

 

Unterstützung bekommt die Petition von Lisa Storcks aus der WWF Jugend. Auf ihre Frage hatte Angela Merkel bei einer TV-Show vor der Bundestagswahl im September 2017 gesagt: „Wir werden Wege finden, wie wir bis 2020 unser 40-Prozent-Ziel einhalten. Das verspreche ich Ihnen.“ „Jetzt heißt es Wort halten“, sagt Lisa Storcks. „Ich erwarte, dass Frau Merkel das Versprechen, dass Sie mir und der Öffentlichkeit gegeben hat, einhält und schon im Koalitionsvertrag die nötigen Schritte dafür festschreibt.“

KONTAKT

Lea Vranicar

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 467

lea.vranicar@wwf.de

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