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EU nähert sich Paris

23. März 2018

EU soll Anfang 2019 eine Langfriststrategie zum Klimaschutz als Beitrag zum Pariser Klimaabkommen vorlegen

Michael Schäfer © WWF/Janna Frohnhaus
Michael Schäfer © WWF/Janna Frohnhaus

Die Chefs der EU-Mitgliedsstaaten haben am Donnerstagabend die EU Kommission aufgefordert, Anfang 2019 eine Langfriststrategie zum Klimaschutz als Beitrag zum Pariser Klimaabkommen vorzulegen. Dazu sagt Michael Schäfer, Fachbereichsleiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland:

 

„Die EU-Chefs haben erkannt, wie wichtig es ist, schnellstmöglich eine Strategie für den Klimaschutz bis 2050 zu erarbeiten, und diese an das Pariser Abkommen anzupassen. Die neue Strategie muss nun darlegen, wie die EU bis 2050 klimaneutral werden kann, um so ihren Beitrag zu den Klimazielen von Paris zu leisten.

 

Das erhöht den Druck auf Deutschland. Die Bundesregierung hat es in ihrem Koalitionsvertrag verpasst, konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz zu benennen. So aber kann Deutschland keinen fairen Beitrag zu den europäischen Bemühungen leisten. Andere Länder wie z.B. Frankreich und die Niederlande sind deutlich weiter und fordern ein höheres EU-Klimaziel.

 

Die neue Bundesregierung muss die Chance nutzen, sich für eine klimaneutrale EU einzusetzen – und zu Hause endlich liefern. Ein europäisch-regionaler CO2-Mindestpreis, wie von Emmanuel Macron vorgeschlagen, wäre ein passendes Instrument für den Klimaschutz in Deutschland und Europa, solange der Emissionshandel keinen Anreiz zur CO2-Minderung setzt.“

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