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3.200 minus 1

18. November 2010

Russland: Amur-Tiger wird von Wilderer getötet.

 

Frankfurt - Nur kurz vor Beginn des internationalen Tiger-Gipfels in St. Petersburg am 21. November, wird in der russischen Provinz Primorsky (nahe Wladiwostok), ein männlicher Tiger tot aufgefunden. Das Tier verendete an einer Schussverletzung, die ihm wahrscheinlich ein Wilderer zugefügt hatte. In Hinblick auf eingeleitete, laufende Ermittlungen konnten weder die Umweltschutzorganisation WWF, die mit einem Ranger vor Ort war, noch die Jagdbehörden nähere Angaben zum Tathergang machen.  

 

Nach WWF-Angaben gibt es weltweit nur noch 3.200 Tiger in freier Wildbahn. In Russland wird der Bestand des Amur-Tigers (auch Sibirischer Tiger genannt) auf rund 450 Exemplare geschätzt. Ab Sonntag treffen sich auf Einladung von Wladimir Putin die Staats- und Regierungschefs sowie Minister aus allen dreizehn verbliebenen Nationen, in denen noch heute Tiger leben, im russischen St. Petersburg. Sie wollen gemeinsam beraten, wie das Aussterben dieser majestätischen Großkatzenart verhindert werden kann. Auch Vertreter der deutschen Bundesregierung und zahlreicher weiterer Staaten, wie etwa die USA, Frankreich und Südkorea, der Vereinten Nationen und der Weltbank werden nach Russland reisen, um im „Jahr des Tigers“ endlich die weltweite Wende in den Schutzbemühungen einzuleiten. Aus Deutschland nimmt neben dem WWF und dem Bundesumweltministerium auch die KfW Entwicklungsbank an dem Tiger Gipfel teil.

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