Content Section

Die Wilderei bekämpfen und Arten schützen

Beschlagnahmtes Elfenbein © James Morgan / WWF
Beschlagnahmtes Elfenbein © James Morgan / WWF

Die Artenvielfalt ist in der Krise. Die meisten gefährdeten Arten leiden unter der Zerstörung oder Übernutzung ihrer Lebensräume. Viele Arten setzt aber vor allem unser Konsum zu - etwa solche, die wie Orang-Utans eine hohe Attraktivität als Haustiere haben oder als Jagdtrophäe hoch im Kurs stehen. Hinzu kommen Arten, die als Nahrungsquelle (Fische, Antilopen, mitunter auch Menschenaffen), als Baustoffe (Holzarten wie Mahagoni, Ramin, Rosenholz) oder zu Heilzwecken (Medizinalpflanzen) dienen.

Drastisch zugenommen hat die Wilderei. Sie hat sich für die Elefanten Zentral- und Ostafrikas, für Tiger und Nashörner insgesamt zu einer existenziellen Bedrohung ausgewachsen. Der WWF begegnet dieser Gefahr mit einer groß angelegten Antiwilderei-Kampagne.

Für den Tiger haben wir uns ein klares Ziel gesetzt: Bis 2022 soll sich die Zahl der Tiger in freier Wildbahn verdoppelt haben. Dazu haben sich auch die Staats- und Regierungschefs der Tigerstaaten auf dem Tigergipfel 2010 in St. Petersburg verpflichtet. Der WWF Deutschland arbeitet in wichtigen Tiger-Regionen der Erde mit an diesem Ziel.

In Amur-Heilong unterstützen wir ein neues Netzwerk von Tiger- und Leopard-Schutzgebieten im Grenzgebiet von Nordost-China (Provinzen Jilin und Heilongjiang) und dem russischen Fernen Osten (Provinzen Primorye und Khabarovsk). In Bikin retten wir durch Pacht den Tigerwald vor der Abholzung und sorgen dafür, dass sich die Tiger-Beutetierpopulationen stabilisieren.

Im Grenzgebiet zwischen Thailand und Myanmar sowie in den Eastern Plains in Kambodscha stellt der WWF weiterhin Weichen für den Tigerschutz. In Thailand wollen wir Tigerlebensräume im Western Forest Complex sichern, in Kambodscha den Boden für eine Rückkehr des Tigers bereiten. Auch auf Sumatra wollen wir den Lebensraum für Tiger weiter sichern.

Neben der Ausweisung von Tigerlebensraum kämpfen wir weiter gegen Wilderei und den Schmuggel von Tigerprodukten, zum Beispiel durch die Unterstützung eines globalen Monitoringsystems für Wilderei und illegalen Handel mit Tigern. Gleichzeitig versuchen wir, das Erfolgsmodell Artenspürhunde (DIREKTlink) in Tigerverbreitungsstaaten durchzusetzen, um Wilderer abzuschrecken und den Schmuggel zu unterbinden.

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken

Marginal Section

   
Unterstützen Sie
den WWF
Unterstützen Sie
den WWF