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WWF-Artenschutzkoffer

Mit dem neuen Artenschutzkoffer möchte der WWF jungen Menschen die biologische Vielfalt besser verständlich und erlebbar machen und sie für die Problematik des Handels mit bedrohten Arten sensibilisieren. 

Warum gibt es den Koffer?

Die biologische Vielfalt ist das wichtigste Gut unseres Planeten. Sie umfasst die Bandbreite an Ökosystemen und Lebensräumen, die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten sowie das genetische Spektrum innerhalb der verschiedenen Arten. All dies ist von enormer Bedeutung für uns: Zahlreiche Lebewesen reinigen Wasser und Luft, halten den Boden fruchtbar und geben uns Nahrung und Arzneimittel. Intakte Ökosysteme regulieren den Wasserhaushalt und das Klima und bieten Schutz vor Naturkatastrophen wie Überschwemmungen. Bei technischen Entwicklungen steht Mutter Natur oftmals Modell und dient Architekten, Medizinern und Materialforschern als Vorbild. Darüber hinaus bietet die unberührte Natur für jeden Einzelnen von uns Raum für Erholung und spirituelle Inspiration.

Viele dieser Ökosystemdienstleistungen nehmen wir jeden Tag selbstverständlich in Anspruch, ohne es zu merken. Wir alle müssen lernen, mit unseren natürlichen Ressourcen nachhaltig umzugehen. Nur dann kann es genug für alle und für immer geben.

Lernziele

Konzipiert ist der Koffer für die Altersgruppe der Sekundarstufe I, es bestehen aber auch vielfältige Einsatzmöglichkeiten für jüngere Schüler.

Die Teilnehmer

  • erkennen und erfahren die Schönheit und Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt und deren zahlreiche Leistungen für uns Menschen,
  • identifizieren und verstehen Ursachen des enormen Artenverlustes,
  • begreifen, dass menschliches Verhalten Auswirkungen auf die biologische Vielfalt hat und bewerten es,
  • entwickeln Empathie für bedrohte und gefährdete Tier- und Pflanzenarten,
  • können verschiedene Perspektiven unterschiedlicher Kulturen erkennen und mit Fragen der Gerechtigkeit umgehen,
  • denken interdisziplinär, vorausschauend und weltoffen,
  • reflektieren eigene Einstellungen und Verhaltensweisen und die anderer,
  • erkennen Handlungsoptionen für eine nachhaltige Lebensweise und
  • können sich und andere motivieren, aktiv zu werden.

Lernen bedeutet etwas zu begreifen. Um etwas zu begreifen braucht es neben der Weitergabe von Wissen vor allem die Möglichkeit es zu erfahren und zu erleben. Menschen lernen am meisten und am nachhaltigsten, wenn sie ganz direkt mit der Umwelt in Beziehung gehen können. Deshalb soll der Koffer vor allem dazu ermutigen und inspirieren, draußen zu sein. Die sinnliche Begegnung mit der Natur und dem Lebendigen im eigenen Lernumfeld lassen eine emotionale Bindung zu, die nicht durch eine kognitive Wissensvermittlung entstehen kann. Deshalb verstehen wir den Artenschutzkoffer als Möglichkeit des Einstieges oder der Vertiefung der Themen rund um den Artenschutz. Er ersetzt jedoch nicht die konkrete Beziehungsarbeit mit der Natur.

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