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Stand: 15.06.2017

VHS-Kurs „Klimafit“ - regionalen Folgen des Klimawandels

Der WWF entwickelt gemeinsam mit Klimaforschern und Partnern einen Blended Learning VHS-Kurs über die regionalen Folgen des Klimawandels.

VHS-Kurs „Klimafit“ © Thinkstock
VHS-Kurs „Klimafit“ © Thinkstock

Die Helmholtz-Klimainitiative REKLIM wird gemeinsam mit dem WWF, den regionalen Bildungsträgern fesa e.V. und ifpro einen Fortbildungskurs für Erwachsene zum Thema Klimawandel entwickeln und bundesweit an Volkshochschulen durchführen. Unterstützt wird dieses Vorhaben namens "Klimafit" durch die Robert Bosch Stiftung und die Klaus-Tschira-Stiftung.

Dr. Klaus Grosfeld
Dr. Klaus Grosfeld

„Wir haben im vergangenen Jahr an der Volkshochschule Nördlicher Breisgau in Emmendingen, Baden-Württemberg, eine erste, sehr erfolgreiche Pilotstudie durchgeführt, in der uns die Teilnehmenden immer wieder ganz begeistert bestätigt haben, wie wichtig ein solches Angebot ist. Das ermutigt uns, diesen Weg weiterzugehen“, sagt AWI-Klimaforscher und REKLIM-Geschäftsführer Dr. Klaus Grosfeld. 

Globales Problem mit regionalen Folgen

Klimawandel ist ein globales Problem mit ganz konkreten regionalen Folgen. Am Oberrhein etwa häufen sich die Wetterextreme: Heftige Gewitter, Starkregen und lange Hitzephasen richten Schäden in Millionenhöhe an. Für viele Menschen wird der Klimawandel deshalb zum relevanten Thema: im Privatleben, wenn es zum Beispiel um die Auswahl eines Baugrundstückes geht, ebenso wie im Beruf.

Bettina Münch-Epple
Bettina Münch-Epple

„Zunächst werden die Kurse an sechs Volkshochschulen in Baden-Württemberg realisiert. Die daraus gewonnenen Erfahrungen fließen in die weitere Konzeption der Kursinhalte ein. Ziel des Projektes ist es, die Fortbildungen schlussendlich bundesweit anzubieten und in den Kommunen als festen Bestandteil zu etablieren“, so Bettina Münch-Epple, Leiterin des Bildungsbereiches beim WWF Deutschland.

Standorte der Prototypentwicklung

Die Phase der Prototypentwicklung startet im November 2017 an sechs ausgewählten Standorte in Südwestdeutschland: Bad Säckingen, Emmendingen, Offenburg, Bühl, Stuttgart und Heidelberg.

Für wen ist der Fortbildungskurs gedacht?

Unser Fortbildungskurs „Klimafit“ richtet sich an alle interessierte und engagierte Bürger/innen aus den unterschiedlichsten Richtungen, die mithelfen möchten, ihre Städte und Gemeinden klimafreundlich auszurichten. Daneben spricht der Kurs auch bestimmte Berufsgruppen und Entscheidungsträger an. Sie haben eine besondere Verantwortung bei der klimafreundlichen Gestaltung ihrer Städte und Gemeinden. Um schwierige Entscheidung auch in Fragen der Klimaanpassung besser treffen zu können, bieten die neu entwickelten Kurse viele Grundlagen.

  • Gestalter – z.B. Städteplaner, Architekten, Energieberater, Heizungsbauer, Handwerker, Grünflächenplaner – arbeiten in Berufsbildern, welche die klimaneutrale Zukunft unserer Städte und Gemeinden mitgestalten.
  • Betroffene – z.B. Wasser- und Energiewirtschaftler, Landwirte und Förster, Menschen im Gesundheitswesen und Versicherungsmakler. Es gibt immer mehr Berufszweige, die von den Folgen der Klimaauswirkung bereits heute betroffen sind. In dem Kurs kann gelernt werden, das Risiko abzuschätzen, um die richtigen zukunftssicheren (Investitions-)Entscheidungen treffen zu können.
  • Aktive – z.B. Mitglieder in Klimaschutzvereinen, Umwelt- und Naturschutzverbände, Heimatschützer, Vorstände von Bürgerenergiegenossenschaften, Ehrenamtliche im Zivil- und Katastrophenschutz, sowie interessierte Bürger/innen aus den unterschiedlichsten Richtungen.

Dialog entsteht

Ein Moderator mit Wissen über die Region wird die Teilnehmer durch die verschiedenen Lerninhalte führen – von Vorträgen der REKLIM-Wissenschaftler und anderen regionalen Kompetenzträgern bis hin zu interaktiven Videos. Digitales Lernen wird dabei mit Präsenzveranstaltungen gekoppelt: So kommen die besten Fachleute für den Klimawandel auf globaler wie lokaler Ebene mit den Menschen vor Ort in einen Dialog.

Dr. Renate Treffeisen
Dr. Renate Treffeisen

„Am Ende verstehen die Teilnehmer besser, wie sich der globale Klimawandel bei ihnen vor der Haustür auswirkt und was sie tun können, um diesen Folgen zu begegnen“, so Dr. Renate Treffeisen, Leiterin des Klimabüros am AWI. „In diesem Projekt sind Expertisen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengekommen, um mit einem neuen Fort- und Weiterbildungsformat in der Erwachsenenbildung eine bisher vorhandene Lücke zu schließen“.

Partner und Förderer

REKLIM
fesa e.V.
ifpro
Robert Bosch Stiftung
Klaus Tschira Stiftung
 
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