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Stand: 02.06.2014

WWF-Unternehmensbefragung Holz und Papier

Buchverlage und Baumärkte, Drogerieketten und Verpackungsindustrie, Einrichtungshäuser und Druckereien – sie alle haben eines gemeinsam: Sie handeln mit oder verarbeiten die Ressourcen Holz und Papier. Doch wie gehen sie mit diesen Ressourcen um? Stammt das Holz aus legalem Holzeinschlag oder besser noch nachhaltiger Waldnutzung? Nicht alle Unternehmen stellen sich der Verantwortung, ökologisch vertretbare Produkte einzukaufen und dem Kunden mit der entsprechenden Information anzubieten.

Mit seiner Befragung und dem „Unternehmensranking Holz und Papier“ fragt der WWF Unternehmen per Fragebogen an, über ihren Umgang mit Holz und Papier Auskunft zu geben. Dabei legt der WWF ein besonderes Augenmerk auf die Interessen der Verbraucher: Kann der Kunde bei der Auswahl von Holz- und Papierprodukten besonders umweltfreundliche Recycling- oder

Unternehmensbefragung 2012

  • Das Ergebnis der Befragung zeigt, dass es durchaus Unternehmen gibt, die ihre Verantwortung ernst nehmen. Aber leider noch zu wenige. Nach wie vor werden den Kunden auch Produkte aus Raubbau untergejubelt.
  • Ergebnisse herunterladen

Holzprodukte finden? Gibt es glaubwürdige Zertifikate, die dem Verbraucher die Entscheidung für umweltfreundliche Produkte erleichtern?

Die Daten für die Unternehmensrankings werden unter Unternehmen in verschiedenen Branchen erhoben. Befragt werden die jeweils umsatzstärksten Unternehmen einer Branche. In die Bewertung fließen die Fragebögen ein. Dazu kommen eigene Recherchen und Stichproben der WWF-Redaktion. Unternehmen, die nicht an der Befragung teilnehmen, werden gesondert aufgeführt.

© Brent Sirton / Getty Images / WWF-UK
Waldarbeiter prüfen Baumstumpf © Brent Sirton / Getty Images / WWF-UK

2003 führte der WWF erstmals eine Unternehmensbefragung durch. Das Ziel: Den Handel dafür zu sensibilisieren, Holz aus illegalen Quellen oder Raubbau auszuschließen und auf die Möglichkeiten einer FSC-Zertifizierung aufmerksam zu machen. Seitdem hat sich einiges getan. Zum einen auf politischer Ebene: Im Frühjahr 2013 ist die EU-Holzhandelsverordnung in Kraft getreten, die die Einfuhr von Produkten mit Holz aus illegalen Quellen in die EU verbietet. Zum anderen am Markt: Verbraucher können heute bei einer wachsenden Anzahl von Unternehmen und in immer mehr Produktgruppen FSC-zertifizierte Produkte finden.

Das gilt auch für Papierprodukte, bei denen es parallel zu einem steigenden Anteil an FSC-Papieren auch technische Entwicklungen im Bereich der Recyclingpapiere gegeben hat. So gibt es Magazine, die auf 100% Altpapier gedruckt sind und von vielen Lesern wahrscheinlich nicht als solches wahrgenommen werden, weil die Qualität mit konventionellen Papieren vergleichbar ist.

Dennoch gibt es noch viel zu tun: Der WWF konnte durch seine Analysen beispielsweise bei einem Anbeiter von Büropapier-Produkten Tropenholzfasern im Papier nachweisen, die mit großer Wahrscheinlichkeit aus Raubbau stammen. Darüberhinaus fand der WWF in einer Stichprobenanalyse heraus, dass es entgegen der vorherrschenden Meinung Zeitungen gibt, die nicht auf Altpapier, sondern auf weniger umweltfreundlichem Frischfaserpapier gedruckt werden.

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