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DEM AMUR-LEOPARDEN AUF DER SPURAMUR-LEOPARDEN IN DER KAMERAFALLE

Kamerafallen sind ein wichtiges Instrument, um den Bestand der extrem seltenen Amur-Leoparden zu schätzen.

Rettung für die Amur-Leoparden:

  • Den Nationalpark weiterentwickeln: Der 2012 ausgewiesene Leopardovy-Nationalpark schützt 60 Prozent des Lebensraumes der Amur-Leoparden. Doch das Schutzgebiet steht zunächst nur auf dem Papier und muss erst noch mit Leben gefüllt werden. Dabei unterstützt unser Team vor Ort die neue Nationalparkverwaltung: Wir stellen unser Know-how bei der Datenerhebung zur Verfügung, zum Beispiel indem wir Kamerafallen ausbringen und die Ergebnisse auswerten. Unsere Mitarbeiter haben einen guten Kontakt zur Bevölkerung vor Ort und werben für die Akzeptanz der Schutzbestimmungen. Gerade in der Randzone des Nationalparks ist unsere Präsenz gefragt.
  • Brände verhindern und Wälder regenerieren: Wir haben mehrere Brandbekämpfungs-Trupps gebildet, die auflodernde Feuer aufspüren und sofort löschen. Sie nutzen zur Beobachtung Echtzeit-Satellitenaufnahmen und spezielle Feuertürme, die wir mit Kameras ausgestattet haben. In Wäldern, die bereits Bränden zum Opfer gefallen sind, pflanzen wir einheimische Baumarten wieder an. Vor allem die Korea-Kiefer, die die Menschen vor Ort auch „Baum des Lebens“ nennen. Ihre Früchte, die Pinienkerne, sind wertvolle Nahrung für Wildschweine – Beute der Amur-Leoparden.
  • Amur-Leoparden vermehren und auswildern: Derzeit ist ein staatliches Vermehrungs- und Auswilderungsprogramm für Amur-Leoparden in Vorbereitung. So sollen der Genpool dieser seltenen Unterart gezielt aufgefrischt und weitere Inzucht vermieden werden. Der WWF begleitet diese Bemühungen mit Rat und Tat. Wichtiger erster Schritt soll eine Auswilderungsstation in der Provinz Primorje im Osten Russlands sein.

Die größten Gefahren für die Amur-Leoparden:

  • Waldbrände und Lebensraumvernichtung: Die größte Bedrohung für den Amur-Leoparden ist die anhaltende Vernichtung seines Lebensraumes – vor allem durch vom Menschen gelegte Waldbrände. Gerade im Sommer gehen immer wieder große Flächen dadurch verloren.
  • Illegale Jagd und Wilderei: Dem Amur-Leoparden selbst nachzustellen, ist kaum noch möglich, weil er schlichtweg zu selten geworden ist. Die Pirsch auf Wildschweine und Hirsche reduziert jedoch seine Beutetiere. Bestimmte Jagdmethoden, zum Beispiel der Einsatz von Hunden, stören die Amur-Leoparden. Zudem können dabei Krankheiten übertragen werden. Auch in Fallen von Wilderern verenden immer wieder Amur-Leoparden.
  • Genetische Verarmung: Auch seine Seltenheit wird ihm zum Verhängnis! Die verbliebene Population des Amur-Leoparden ist so klein, dass sie genetisch verarmt und damit auch krankheitsanfälliger wird. Die Überlebensrate der Jungtiere hat sich seit 1973 bereits halbiert. Wenn kein „frisches Blut“ in die Population kommt, nimmt die Anzahl genetischer Defekte zu.
Die Ausweisung des Leopardovy-Nationalparks im Jahr 2012 war einer der größten WWF-Erfolge der vergangenen Jahre! Aber jetzt müssen wir noch die verbliebenen Gefahren für die Amur-Leoparden dringend abstellen!
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