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Der Jaguar: Hüter des Regenwaldes

Die größte Raubkatze Amerikas ist ein blitzschneller Beutegreifer und guter Schwimmer, der auch schon mal Wasserschweine ins kühle Nass verfolgt.

Trotzdem lassen Jaguare es bei der Jagd meist gemächlich angehen. Die Großkatzen hetzen ihre Beute nicht wie Geparden oder Löwen. Im dichten Tropenwald oder in Sumpfgebieten wären lange Verfolgungsjagden auch kaum möglich. Jaguare schleichen sich daher dort an, wo sie interessante Geräusche hören. Sie legen sich auch an Wasserstellen auf die Lauer oder suchen Flussufer nach Kaimanen und Schildkröten ab.

Jaguar oder Leopard?

Der Jaguar ähnelt auf den ersten Blick einem Leoparden in Afrika oder Asien. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt: Der Jaguar ist massiger, hat einen größeren Kopf und einen kürzeren, dickeren Schwanz als der Leopard. Aber das wichtigste Unterscheidungsmerkmal: Die dunklen Flecken des Jaguars, die so genannten Rosetten, haben – anders als beim Leoparden – einen oder mehrere Punkte im Zentrum.

Jaguar © Michel Gunther / WWF

Auch große Beute ist kein Problem

Jaguare fressen so ziemlich jedes größere Tier, das ihr Lebensraum hergibt – von kleinen Nagern und Gürteltieren über Leguane und Affen bis zu Pekaris, Wasserschweinen und Hirschen. Ein Jaguar kann sogar Beute überwältigen, die drei- bis viermal so schwer ist wie er selbst.


Insgesamt stehen mehr als 85 Tierarten auf der Jaguar-Speisekarte. Mit seinem starken Gebiss kann er sogar Schildkrötenpanzer knacken. Die erlegte Beute frisst er dann an einem geschützten Ort und vergräbt anschließend die Reste für später.

Große Beutegreifer wie der Jaguar stehen an der Spitze der Nahrungskette. Sie halten das Netzwerk des Fressens und Gefressenwerdens in einer Art Gleichgewicht. Das heißt: Dort, wo der Jaguar noch umherstreift, ist der Lebensraum Regenwald meist noch intakt.

 

 

Gefahren

Der natürliche Lebensraum des Jaguars, vor allem der Regenwald, ist in den vergangenen Jahrzehnten durch Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Bergbau um mehr als die Hälfte geschrumpft. Überall aus den gleichen Gründen: Um Holz zu gewinnen, Rinderweiden anzulegen, Soja anzupflanzen und Wasserkraftwerke zu bauen.

 

Durch die größere Nähe zum Menschen reißt die Großkatze auch immer mal wieder Tiere auf den Weideflächen. Das führt zu Konflikten mit Viehbesitzern und der Jaguar wird deshalb bejagt. Aus vielen Gebieten ist er bereits völlig verschwunden.

Was der WWF tut

Der WWF setzt sich dafür ein, dass ein Großteil von Südamerikas Natur besser geschützt wird. Hauptziel ist es, rund ein Siebtel des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes durch ein umfassendes Schutzgebietsnetzwerk zu sichern. Das ist eine Fläche so groß wie Deutschland und Großbritannien zusammen.

Der WWF unterstützt außerdem die Menschen vor Ort dabei, ihre Natur verantwortungsvoller zu nutzen. Das heißt, ihre Äcker und Weiden so anzulegen und zu bewirtschaften, dass sie ihre Familien von den Erträgen ernähren können und dafür keinen weiteren Wald roden müssen.


Außerdem stattet der WWF im nördlichen Amazonasgebiet Waldhüter mit Ausrüstung aus, die in den Gebieten Tiere überwachen und durch ihre Anwesenheit Wilderer abschrecken.

Steckbrief Jaguar

Verbreitung: Mittel- und Südamerika, vor allem im Amazonasbecken.

 

Lebensraum: Meist Regenwälder und Sumpfgebiete, aber auch Trockenwälder und Buschland.

 

Größe und Gewicht: Von Kopf bis Schwanzende bis zu 2,50 Meter lang  (ohne Schwanz 1,70 Meter) und bis zu 120 Kilogramm schwer.

 

Lebensweise: Einzelgänger. Nur die Paarungszeit verbringen Männchen und Weibchen gemeinsam.

 

Nachwuchs: Nach einer Tragzeit von 93 bis 105 Tagen kommen ein bis vier, meist aber zwei Junge zur Welt.

 

Alter: In der Wildnis 12 bis 15 Jahre.

 

Revier: Die Reviergrößen sind sehr unterschiedlich und liegen zwischen 25 und 170 Quadratkilometer, der Größe von Magdeburg.

 

Bestand: Die Bestandszahlen des Jaguars sind aufgrund seiner weiten Verbreitung und seiner Lebensweise in Regenwäldern kaum bekannt, man geht aber von ungefähr 80.000 Tieren aus

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