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„Am Öko-Baum die Lichter brennen“

08. Dezember 2009

WWF gibt Tipps zum Kauf von Öko-Weihnachtsbäumen

 

Frankfurt - Zum Weihnachtsfest 2009 rät der WWF zum Kauf von Öko-Weihnachtsbäumen aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Die Umweltstiftung möchte Verbraucher mit dem Aufruf ermutigen, auch an Weihnachten einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Rund 25 Millionen Weihnachtsbäume kaufen die Deutschen jedes Jahr. Etwa 10 Prozent werden aus dem Ausland importiert, vor allem aus Dänemark, aus den Niederlanden, Irland, Österreich, Polen und Tschechien.

 

„Ein Großteil der in Deutschland gekauften Weihnachtsbäume ist aus ökologischer Sicht alles andere als festlich“ so WWF Waldexpertin Nina Griesshammer. „Die meisten Bäume stammen aus ökologisch bedenklichem Anbau in Weihnachtsbaumkulturen, die zudem massiv mit Düngemitteln und Chemikalien behandelt werden. Der meist per Lastwagen erfolgende Transport macht diese Weihnachtsbäume endgültig ökologisch äußerst bedenklich“.

 

Damit die Bäume optisch ansprechend wachsen und nicht von Schädlingen befallen werden, wird in den allermeisten Fällen die Chemiekeule eingesetzt: Herbizide für konkurrierende Gräser, Insektizide gegen Käfer und Läuse, Dünger für den gleichmäßigen Wuchs und die kräftige Farbe der Nadeln. Nicht nur, dass diese Form der Waldnutzung äußerst schlecht für die Natur ist; die mit Chemikalien behandelten Bäume stehen tagelang im Wohnbereich der Menschen.

 

Wer Weihnachten unter einem unbelasteten und ökologisch verantwortungsvoll gewonnenen Baum verbringen möchte, dem rät der WWF zu Weihnachtsbäumen aus ökologischer Waldnutzung. Am besten eignen sich dafür aus Sicht des WWF mit dem FSC-Siegel versehene heimische Bäume wie Fichten und Tannen. Das FSC-Siegel garantiert, dass der Baum aus einem Betrieb stammt, der eine umwelt- und sozialverträgliche Waldwirtschaft betreibt. Wer sich für einen solchen Tannenbaum interessiert, sollte bei den lokalen Förstereien nach Verfügbarkeiten fragen.

 

„Weihnachtsstimmung und Umweltschutz schließen sich nicht aus“, so Nina Griesshammer. „Viele Forstbetriebe bieten den Kunden an, die Bäume selbst auszuwählen und selbst zu schlagen. Dann steht im Wohnzimmer ein mit den eigenen Händen gefällter Weihnachtsbaum frisch aus dem Wald, der noch dazu frei von Düngern und Pestiziden ist und einen geringen Transportweg hinter sich hat.“

 

Der WWF weist ausdrücklich darauf hin, dass Bäume nur bei offiziellen Verkaufsstellen geschlagen werden dürfen. Wer einfach in den Wald geht und einen Baum schlägt, macht sich des Diebstahls strafbar.

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