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Arten: Gewinner und Verlierer 2006

20. Dezember 2006

WWF-Artenschutz zieht Jahresbilanz für die Tier- und Pflanzenwelt

 

Frankfurt, 20. Dezember 2006: Rückblickend auf 2006 warnt der WWF vor einem immer stärkeren Rückgang der Arten – und sieht gleichzeitig einige Lichtblicke am Horizont. In einer Bilanz stellen die Experten vom WWF beispielhaft fünf Gewinner und fünf Verlierer der Artenwelt vor.

 

So musste die Weltartenschutzorganisation IUCN 2006 in die Rote Liste der gefährdeten Arten 530 Neuzugänge als „vom Aussterben bedroht“ aufnehmen und die Situation für viele bereits verzeichnete Tiere als verschlechtert melden. Die Menschen zerstören immer mehr natürlichen Lebensraum, so dass etwa den Eisbären der Schnee unter den Tatzen weg schmilzt und der Sumatra-Elefant auf der Suche nach Nahrungsmitteln in Konflikt mit der Bevölkerung gerät.

 

Der WWF freut sich aber auch über einige Gewinner des Jahres 2006. So hat die Ausweisung von weiträumigen Schutzzonen in Deutschland maßgeblich zur Wiederansiedlung des Seeadlers beigetragen. Seit 1980 ist die Zahl der Brutpaare des deutschen Wappenvogels von 127 auf 531 gestiegen. Durch aufwändige Expeditionen in bislang unerforschte Gebiete konnten WWF-Wissenschaftler dieses Jahr auch für einen Zuwachs der Tier- und Pflanzenarten sorgen. Michael Evers vom WWF Deutschland spürte im Regenwald des Amazonas unbekannte Affen-, Vogel- und Fischarten auf, während eine Expedition auf der Insel Neuguinea nahezu 20 neue Orchideenarten entdeckte.

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