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Bier trinken und Gorillas schützen

30. März 2006

WWF freut sich über Werbekampagne zugunsten des afrikanischen Regenwaldes

 

Berlin, 30.03.2006-Die Gorillas im afrikanischen Regenwald dürfen sich über den Durst der deutschen Biertrinker freuen. Die Brauerei Krombacher koppelt ihre diesjährige Werbekampagne wieder an ein Spendenprojekt. Zu den Gewinnern der so genannten Krombacher Spenden-Offensive gehört das Dzanga-Sangha-Projekt des WWF im Herzen des afrikanischen Regenwaldes. Neben dem WWF profitieren das deutsche Kinderhilfswerk und die Deutsche Knochenmarkspenderdatei von der Aktion.

 

 

 

Mit dem Slogan 'Gute Sache, gutes Bier!' geht das Projekt am 1.April 2006 an den Start. Günther Jauch; Rudi Völler und Ottfried Fischer werben dann in Werbespots und Anzeigen nicht nur für Bier sondern gleichzeitig für den Schutz des Regenwaldes. Die Kampagne läuft über mehr als drei Monate bis zum 9. Juli 2006. In diesem Zeitraum wird die Brauerei aus dem Siegerland für jede verkaufte Flasche Krombacher einen Cent für die gute Sache spenden. Ziel ist es, auf diese Weise mindestens drei Millionen Euro zusammenzubringen.

 

 

 

Die Verbraucher können mittels Stimmkarte im Getränkehandel, per Telefon, Mail oder Internet entscheiden, zu welchen Anteilen die Gesamtsumme, die in der Zeit vom 1.April bis zum 9. Juli 2006 zusammenkommt, an die drei begünstigten Hilfsorganisationen weitergeleitet werden. Der WWF intensiviert mit den Geldern seine Aktivitäten in Zentralafrika. Die Mittel fließen in eine Stiftung zum Schutz des Regenwaldes, die der WWF mit Unterstützung der Krombacher Brauerei ins Leben gerufen hat. Das Grundkapital stammt aus vorangegangenen Kampagnen der Brauerei. Mit der neuen Aktion will man diesen Umweltfonds von derzeit 2,4 Millionen Euro aufstocken. Aus den Erlösen finanziert der WWF laufende Betreuungskosten des afrikanischen Nationalparks, zum Beispiel die Ausrüstung und Ausbildung von Wildhütern im Dzanga-Sangha-Schutzgebiet.

 

 

 

Jahr für Jahr gehen allein in den Tropen mehr als 13 Millionen Hektar Wald unwiederbringlich verloren Das bedeutet, jede Minute wird eine Fläche in der Größe von 35 Fußballfeldern zerstört. 'Wir müssen alles tun, um die Kettensägen zu stoppen. Nur so lässt sich eines der faszinierendsten Paradiese für künftige Generationen nachhaltig sichern. Der Umweltfonds ist eine Art Altersvorsorge für Gorillas', erläutert WWF-Geschäftsführer Dr. Peter Prokosch die Idee. So könne man den Schutz des Gebietes langfristig finanzieren. In diesem Zusammenhang arbeitet der WWF daran, den sanften Tourismus in der Region zu stärken. Aussichtsplattformen werden gebaut und Informationsangebote für Besucher werden entwickelt. Ziel ist es, den Raubbau zu beenden und Einkommensmöglichkeiten für die Einheimischen zu schaffen. Dzanga-Sangha ist Teil des zentralafrikanischen Tropenwaldmassivs. In diesem zweitgrößten zusammenhängenden Regenwald der Erde wachsen mehr als 8.000 Pflanzenarten. Über 400 verschiedene Säugetiere sind hier zuhause, viele davon sind vom Aussterben bedroht. In der Region leben Waldelefanten, Flachlandgorillas, Schimpansen und Bongo-Antilopen.

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