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Stand: 16.05.2017

Matabele-Ameise

Eine Matabele-Ameise rettet einen verletzten Artgenossen © Erik Frank
Eine Matabele-Ameise rettet einen verletzten Artgenossen © Erik Frank

Ameisen retten ihre Verletzten

Ameisen bilden Staaten, in denen sich mitunter Millionen von Tieren die Aufgaben teilen. Das einzelne Tier zählt wenig, glaubten Forscher bisher. Die afrikanischen Matabele-Ameisen (Megaponera analis) machen es aber anders. Sie kümmern sich um ihre Verwundeten.

 

Die Matabele-Ameisen ernähren sich von Termiten. Dazu überfallen sie mehrfach pro Tag in Gruppen Termiten an ihren Futterstellen und versuchen dort, so viele Arbeiter wie möglich zu töten und wegzuschleppen. Die Termiten, die eigene Soldaten haben, wehren sich natürlich, es ist ein Kampf um Fressen und Gefressen werden – und es gibt auch Verwundete auf Seiten der Ameisen. Forscher der Universität Würzburg haben jetzt erstmals ein bisher unbekanntes Sozialverhalten beobachtet: Nach dem Kampf gegen die Termiten geben die Verletzten einen chemischen Signalstoff ab - ein Hilferuf in Molekülform. Die unversehrt gebliebenen Ameisen sammeln die Verwundeten ein und tragen sie zurück in die Ameisenkolonie, wo die Verwundeten die Chance haben, sich zu erholen. 

 

Streberwissen:

Es sind weltweit etwa 13.000 Ameisen-Arten beschrieben. Unter diesen gibt es eine riesige Variation an Lebensformen: Räuber und Sammler, aber auch Bauern, die Pilze als Nahrungsquelle kultivieren. Sklavenhalter, die Ameisenlarven anderer Arten entführen und später für sich arbeiten lassen, Parasiten, die in andere Staaten einwandern und ihre Nachkommen von diesen aufziehen lassen, oder Viehzüchter wie die bekannte Ameise, die auf unseren Obstbäumen die Blattläuse melkt.

 

 

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