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Stand: 19.01.2017

Tigerwald - Bild des Tages

Amur-Tiger © Vasily Solkin / WWF
Amur-Tiger © Vasily Solkin / WWF

Großer Sieg für Tigerwälder!

Erneut gelang es, die Heimat des Amur-Tigers zu retten – indem wir die Korea-Kiefer schützen. Über Jahrzehnte wurde dieser „Baum des Lebens“ forstlich übernutzt. Dabei zählt sie zu den wichtigsten Futterbäumen für zahlreiche Tiere – vom Streifenhörnchen bis zum Wildschwein. Im November 2010 konnte der WWF erreichen, dass die Baumart in Russland unter Schutz gestellt wurde und dass auf großen Flächen von Altbeständen mit dieser Baumart keine Holzeinschläge mehr stattfinden dürfen.

 

Am 10. Januar 2017 gab das Russische Ministerium für Umwelt und Rohstoffe ein Dekret heraus, wonach über 80 Prozent der Altbestände mit Korea-Kiefern diesen Schutzstatus verloren hätten. Es drohte eine ökologische Katastrophe – Holzeinschlag und Wegebau im besten Lebensraum für Amur-Tiger und andere seltene Arten im Fernen Osten Russlands.  

 

Der WWF Russland reagierte sofort mit einer Pressekonferenz, auf der wir mit Zahlen und Fakten beweisen konnten, welche verheerenden Folgen dieses Dekret für den Amur-Tiger hätte. Greenpeace und etliche andere NGOs schlossen sich dem Protest an – und unsere Stimmen wurden gehört. Das Ministerium nahm alles zurück. Die Abholzung der Kiefernwälder bleibt verboten.

 

Streberwissen: Die Korea-Kiefer ist der Charakterbaum der Mischwälder der Provinz Primorje und dem südlichen Teil von Chabarovsk. Sie beherbergen eine einzigartige, spektakuläre Biodiversität. Hier haben sich Arten subtropischer, temperierter und sub-arktischer Herkunft zu einer üppigen und bunten Lebensgemeinschaft zusammengetan. Diesen Lebensraum teilen sich Tiger, Leopard, Asiatischer Schwarzbär und Goral mit Elch, Braunbär und Moschushirsch spätestens seit dem Beginn des Holozäns vor ca. 12.000 Jahren. Trotzdem versuchen Holzfirmen immer wieder, dort Einschlagskonzessionen zu bekommen. Der WWF konnte die Tigerwälder bisher immer noch retten.

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