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Stand: 28.10.2016

Schwimmer im Eis - Bild des Tages

Pinguine im antarktischen Meer © National Geographic Creative / Paul Nicklen / WWF
Pinguine im antarktischen Meer © National Geographic Creative / Paul Nicklen / WWF

Sensation: Weltgrößtes Meeresschutzgebiet vor der Antarktis ausgerufen

Es ist eine wirklich bahnbrechende Entscheidung, die heute im australischen Hobart getroffen wurde! 24 Staaten und die EU einigten sich darauf, im antarktischen Rossmeer die riesige Fläche von 1,5 Millionen Quadratkilometern Meer unter Schutz zu stellen. Das ist in etwa so groß wie Deutschland, Frankreich und Spanien zusammen und damit das größte Meeresschutzgebiet der Erde. Und das in einem der letzten unberührten Meere der Welt! Hier gibt es noch Unterwasser-Wildnis, wie wir sie sonst kaum mehr kennen, hier leben unzählige Arten. Darunter Schwert- und Buckelwale,  Seeleoparden, Krabbenfresserrobben, Sturmvögel, die Hälfte aller südpazifischen Weddell-Robben, ein Drittel aller Adelie-Pinguine und ein Viertel aller Kaiserpinguine.

 

Die Verhandlungen um das Meeresschutzgebiet laufen seit Jahren, daran beteiligt auch Meeresexperten vom WWF Deutschland. Doch immer wieder wurde das Abkommen durch einzelne Staaten blockiert. Das Problem: Das Südpolarmeer rund um die Antarktis ist internationales Gewässer und „gehört“ somit keinem einzelnen Staat. Umso denkwürdiger, dass das Schutzgebiet auf dem diesjährigen Jahrestreffen der Kommission für die Erhaltung der lebenden Meeresschätze in der Antarktis (CCAMLR) endlich einstimmig angenommen wurde.

Ein großer Kritikpunkt bleibt allerdings, dass die Vereinbarung zunächst auf 35 Jahre befristet wurde.  

 

Streberwissen: 

Das Südpolarmeer ist für seine immensen Krill-Vorkommen bekannt - wichtige Nahrungsgrundlage für Wale, Pinguine, Robben und etwa 120 verschiedene Fischarten. Das eisige Wasser des antarktischen Ozeans wird außerdem in Zukunft ein wichtiges Rückzugsgebiet für Arten sein, die sich nicht schnell genug an den Klimawandel anpassen können.

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