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Stand: 07.08.2017

Eisbär ins Maul geschaut

Blick ins Eisbär-Maul © Magnus Andersen / Norwegian Polar Institute / WWF-Canon

Einem Eisbär aufs Maul geschaut

Der Biologe Jon Aars schaut diesem Eisbären (Ursus maritimus) hier mal ganz genau aufs Maul. Er sucht nach einer Tätowierung oder genauer: nach einer kleinen Zahlenfolge auf der Innenseite der Oberlippe, die dem Wissenschaftler vom Norwegischen Polarinstitut hilft, den  Eisbären zweifelsfrei zu identifizieren und so mehr über seine Lebensweise in der Abgeschiedenheit der Arktis zu erfahren. Jedes Jahr im April reist Jon Aars nach Spitzbergen, um Eisbären zu fangen, dann zu markieren und bereits markierte Bären zu untersuchen. Solche Daten werden schon seit über 50 Jahren erhoben und von Forschern auf der ganzen Welt genutzt und ausgewertet.

 

Bei der Untersuchung werden dem Eisbären auch Blut-, Fett- und Haarproben sowie Proben für genetische Tests entnommen. Obwohl Eisbären weit entfernt von industriellem Einfluss leben und manche Umweltgifte schon seit Jahren verboten sind, hat man auf diese Weise zum Beispiel herausgefunden, dass Eisbären großen Belastungen durch Quecksilber, PCB oder DDT ausgesetzt sind.

 

Streberwissen: Eisbären können enorme Strecken schwimmend zurücklegen und ernähren sich hauptsächlich von Robben, aber auch kleineren Walen und Fischen. Die längste mit einem GPS Halsband gemessene Strecke, die ein Eisbär schwimmend zurückgelegt hat, liegt bei 354 Kilometern - ohne Pause! Wo Eisbären gesichtet wurden, kann man auch auf dem WWF Artentracker nachverfolgen.

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