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Stand: 08.06.2016

Erschossener Gorilla - Bild des Tages

Getöteter Gorilla © Janika Wendefeuer / WWF
Getöteter Gorilla © Janika Wendefeuer / WWF

Mord im Dschungel

Wir sind zutiefst traurig und schockiert: Im Ökotourismusprojekt Dzanga-Sangha wurde der zwölf Jahre alte Gorilla Sosa aus der Mayele-Gruppe am Freitag von Wilderern erschossen - vor den Augen unserer WWF-Kollegen.

 

Zwei Verdächtige wurden festgenommen. Es ist das erste Mal, dass ein Gorilla aus unserem Programm, das vor 18 Jahren startete, getötet wurde – und eine grausame Erinnerung daran, wie schwierig und gefährlich Umweltschutzarbeit in der Zentralafrikanischen Republik sein kann.

 

Sosa gehörte zu einer der drei Gruppen von Westlichen Flachlandgorillas, die wir in Dzanga-Sangha täglich beobachten – zu Forschungszwecken, aber auch, um sie an Menschen zu gewöhnen. Die Gorillas sind die Hauptattraktion für Touristen und die Einnahmen durch die Besucher gehen zum Teil an die Bewohner, die wiederum als Spurenleser und Ecoguards helfen.   

 

Unsere Kollegen beschreiben Sosa als interessanten Charakter, sehr neugierig und verspielt. Er verbrachte zuletzt vermehrt Zeit in der Peripherie der Gruppe – ein Zeichen dafür, dass er sie bald verlassen und eine eigene Familie gegründet hätte.

 

Streberwissen: Westliche Flachlandgorillas sind die häufigsten und am weitesten verbreiteten Gorillas, aber auch sie stehen auf der Roten Liste der IUCN als vom Aussterben bedroht. Wilderei ist nach wie vor die schlimmste Bedrohung neben Lebensraumverlust und Krankheiten.

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