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Stand: 28.03.2017

Floureszierender Frosch - Bild des Tages

Der Hypsiboas punctatus von unten © Imago
Der Hypsiboas punctatus von unten © Imago

Licht aus, Frosch an

Es gibt ca. 5000 Froscharten, aber das kann nur der Hypsiboas punctatus: Unter normalem Licht zeigt der südamerikanische Frosch eine normal "froschige" Farbpalette aus grün, gelb und rot. Schaltet man aber das Licht aus und das Ultraviolett an, leuchtet er in hellem grün und blau. Er flouresziert.

 

Diese in der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" erstmals beschriebene Fähigkeit, Licht in kurzen Wellenlängen zu absorbieren und in längeren Wellen wieder abzugeben, haben Forscher eher zufällig entdeckt. Es galt bisher als sehr unwahrscheinlich bei Amphibien. Beobachtet wurde das Leuchten bisher nur bei Meeresbewohnern wie Korallen, Fischen und der Echten Karettschildkröte. Bei Landtieren war es bisher nur bei einigen Papageien und Skorpionen bekannt.

 

Warum die Frösche das tun, wissen die Forscher noch nicht. Sie vermuten, es könne mit der Kommunikation bei der Partnerwahl zu tun haben. Jedenfalls werden jetzt wohl Froschforscher öfter UV-Taschenlampen dabei haben.  

 

Streberwissen: Fluoreszenz benötigt ein gewisse Menge Licht. Das unterscheidet es von der Biolumineszenz, bei der Organismen wie Glühwürmchen oder der Vampirtintenfisch durch eine chemische Reaktion ihr eigenes Licht erzeugen.

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