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Stand: 11.01.2016

Pottwale - Bild des Tages

Gestrandete Pottwale © Peter Kuchenbuch Hanken
Gestrandete Pottwale © Peter Kuchenbuch Hanken

Gestrandete Pottwale

Im Wattenmeer lässt sich allerhand finden. Meist sind es kleine Dinge wie Muscheln oder auch mal ein toter Seevogel. Nun hat das Meer vor Wangerooge zwei Pottwale freigegeben. Mit jeweils zwölf und 13 Metern sind die beiden Männchen eher zierliche Vertreter ihrer Art, werfen aber große Fragen auf. Denn Pottwale gehören nicht in die Nordsee. Die riesigen Säugetiere sind eigentlich Tiefseebewohner, die meist weniger als 100 Meter tiefen Gewässer vor der deutschen Küste sind viel zu flach für sie. Warum sich die beiden Pottwalmännchen zu uns verirrt haben, lässt sich kaum mit Sicherheit sagen. Möglicherweise haben sie im seichten Wasser die Orientierung verloren und den Weg in die offene See nicht mehr gefunden.

Streberwissen: Wie alle Zahnwale navigieren Pottwale mit Hilfe ihres Echolots. Dabei stoßen die Tiere Klicklaute aus, wie genau diese in den Körpern der Tiere entstehen, ist in der Wissenschaft aber noch strittig. Pottwalen geht nur sehr langsam die Puste aus - knapp zwei Stunden können erwachsene Tiere die Luft anhalten. Vor allem Männchen können in extreme Tiefen vorstoßen. Funde in den Mägen männlicher Wale förderten Tiere zutage, die nur in Tiefen von über 3.000 Metern vorkommen. Bis heute soll noch nicht geklärt sein wie die Tiere dem enormen Wasserdruck standhalten, der bei diesen Tauchgängen auf ihnen lastet.

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