WWF Deutschland

http://www.wwf.de/


Content Section

Stand: 06.04.2016

Grauergorilla - Bild des Tages

Östlicher Flachlandgorilla © Carlos Drews / WWF
Östlicher Flachlandgorilla © Carlos Drews / WWF

Gorillas in Gefahr – auch durch unsere Handys!

Um die größte Gorilla-Art steht es schlimmer als bisher angenommen: Nur noch 3800 Grauergorillas leben im letzten verbleibenden Lebensraum -  den Wäldern im Osten der Demokratischen Republik Kongo. 1995 waren es noch 17.000! Die Region ist seit 20 Jahren von schweren bewaffneten Unruhen gezeichnet, die auch in der Tier- und Pflanzenwelt ihre Opfer fordern. Außerdem bedrohen Bergbau und Wilderei die größten Menschenaffen der Welt. Besonders der Handy-Rohstoff Coltan wird oft in den abgelegenen Lebensräumen der Gorillas abgebaut. Dafür wird der Regenwald abgeholzt – und die Minenarbeiter ernähren sich häufig von sogenanntem Buschfleisch, also von gewilderten Tieren. Gorillas sind zwar laut Gesetz geschützt, doch sie erzielen aufgrund ihrer Größe hohe Preise und sind als Gruppentiere leicht zu jagen.

Grauergorillas werden auch Östliche Flachlandgorillas genannt, obwohl sie - wie man heute weiß - gar nicht nur im Flachland leben. 

 

Streberwissen: Coltan ist für die Produktion von Handys und anderen Elektronikgeräten essentiell. Die meisten Handys landen allerdings schon nach anderthalb Jahren in der Schublade, nur ein Prozent wird recycelt. Handys länger zu nutzen, defekte Geräte beim Hersteller abzugeben oder gebrauchte Handys zu (ver)kaufen, hilft also auch den Gorillas: Sinkt der Handyverbrauch und somit auch Nachfrage von Coltan, kann der Lebensraum der Grauergorillas besser geschützt werden.

WEITERE BILDER

   
Unterstützen Sie
den WWF
Unterstützen Sie
den WWF